Mitgliederversammlung Förderverein Leuschner-Zentrum und Ausstellung mit Aquarellen von Christel Gollner am Samstag, 14. März 2020 um 14 Uhr
Am Samstag, 14. März 2020 um 14 Uhr findet die Jahresversammlung des Fördervereins Leuschnerzentrum Bayreuth e.V. im Leuschner-Zentrum Herderstraße 29 statt.
Als einziger Tagesordnungspunkt ist die Neuwahl des Vorstandes und der Revision angesetzt. Nachdem die bisherige Vorsitzende Katharina Dötterl aus beruflichen Gründen ihr Amt niederlegen muss, wird ein/e neue/r Vorsitzende/r gesucht. Die Versammlung wird darüber beraten und die Neuwahl von Vorstand und Revision durchführen.
Im Anschluss an die Versammlung findet eine Veranstaltung des Fördervereins um 15 Uhr statt.
Nachdem vor zwanzig Jahren im März 2000 vom damaligen Vorläuferverein ‚Verein für Kultur- und Sozialgeschichte‘ mit einem Postkartendruck vom Aquarell der Bayreuther Malerin Christel Gollner
das Projekt ‚Leuschner-Gedenkstätte‘ im Geburtshaus Wilhelm Leuschners mit einer Spendenaktion gestartet wurde, wird eine Ausstellung mit den Originalbildner von ihr im Zentrum eröffnet.
Die Ausstellung soll an die Stadtgeschichte Bayreuths erinnern und an Bauten, die längst abgerissen und vergessen sind, wie z.B. die ‚Zentralhalle‘, zu deren Erhalt unser heutiger Verein vor 27 Jahren gegründet wurde.
Die Bayreuther Kunsthistorikerin Ursula Leibinger-Hasibether wird eine Einführung zu den Bildern Christel Gollners geben und auf die wechselvolle Geschichte Bayreuther Erinnerungskultur geben.
Die Wilhelm-Leuschner-Stiftung hat mit ihrer Forschungsarbeit durch die Biographie über Wilhelm Lai (verfolgter Gewerkschafter aus Pegnitz in Oberfranken) einen bisher unbekannten Gewerkschafter, der im Mai/Juni 1933 in Osthofen im Konzentrationslager gefangen war, für das Archiv der Gedenkstätte (mit Übergabe der recherchierten Dokumente) aufbereitet. Zugleich beteiligten sich die Mitarbeiter der Stiftung an dem u.a. Sammelband und lieferten einen Teil der Ausstellung mit Text und Bild für ein Banner zur Biographie von Wilhelm Lai. Bei der Vorstellung der Publikation und der Dokumentation werden die Mitarbeiter der Stiftung über die Forschungsarbeit berichten. In Osthofen war im Frühjahr 1933 auch der Mitstreiter von Wilhelm Leuschner, sein Pressereferent Carlo Mierendorff, interniert.
GEDENKSTÄTTE KZ OSTHOFEN
„Gewerkschafter im Konzentrationslager Osthofen 1933/34“ Biografisches Handbuch

Dieser vorgestellte biografische Sammelband enthält 58 Biografien verfolgter Gewerkschaftsfunktionäre und betrieblicher Interessenvertreter, die im 1933/34 im KZ Osthofen inhaftiert waren.
Ergänzt werden die Einzelbiographien durch eine von Siegfried Mielke verfasste Kollektivbiographie sowie einer Überblicksdarstellung zum KZ Osthofen von Angelika Arenz-Morch, die in ihrer Darstellung bislang unveröffentlichte neue Forschungsergebnisse vorstellt. Die zeitgleich am 7. Februar 2019 eröffnete Banner-Ausstellung mit exemplarischen Porträts von Gewerkschaftern ist während der regulären Öffnungszeiten bis Ende April in der Gedenkstätte zu sehen und kann im Anschluss ausgeliehen werden.
Im Anschluss an eine Fachtagung in der Gedenkstätte KZ Osthofen anlässlich des 80. Jahrestages der Zerschlagung der Gewerkschaften im Mai 2013 entstand die Idee, ein biografisches Handbuch über Gewerkschaftsfunktionäre, die 1933/34 im Konzentrationslager Osthofen inhaftiert waren, anzufertigen. Getragen vom Engagement einiger Wissenschaftlern/innen und Doktoranden/innen konnte dieses Vorhaben verwirklicht werden. Der Sammelband versteht sich als Ergänzung eines längeren Forschungsprojektes über „Gewerkschafter/innen im NS-Staat. Verfolgung – Widerstand – Emigration“, das seit mehreren Jahren unter der Leitung von Prof. Dr. Siegfried Mielke an der Freien Universität Berlin durchgeführt wird. Mithilfe der in dieser Publikation enthaltenen biografischen Informationen soll zudem dazu angeregt werden, ein Gedenken an die zahlreichen verfolgten Gewerkschafter in Rheinland-Pfalz und Hessen zu ermöglichen. Veranstaltungsflyer zum Download!
Veranstaltet von:
Landeszentrale für politische Bildung RLP
Informationen bei:
Angelika Arenz-Morch
0 62 42 / 910 810
In Kooperation mit:
Wilhelm-Leuschner-Stiftung Bayreuth
Am Donnerstag, 28. November 2019 fand die Jahreshauptversammlung des Fördervereins statt.
Nach dem Bericht der Vorsitzenden, dem Finanzbericht der Kassiererin und dem Revisionsbericht wurde der bisherige Vorstand einstimmig entlastet.
Die Vorstandswahlen mussten nach der Aussprache verschoben werden. Die bisherige 1. Vorsitzende, Katharina Dötterl, ist seit dem Herbst letzten Jahres Museumsleiterin in Gerstungen und kann aus beruflichen Gründen kein Amt mehr im Förderverein übernehmen. Die bisherigen Vorstandsmitglieder Inge Berghammer und Herbert Schmid stehen weiterhin zur Verfügung. Aus gesundheitlichen Gründen hat der bisherige Revisor, Jürgen Jakob, sein Amt zur Verfügung stellen müssen.
Die Versammlung entschied daher, dass der bisherige Vorstand geschäftsführend im Amt bleibt und bis zur nächsten Versammlung am 14. März 2020 ein neuer Vorstand und Revisor gewählt werden soll.
Den Bericht über die vergangenen 3 Jahre kann auf der Homepage des Fördervereins eingesehen werden -
Veranstaltung des Fördervereins Leuschner-Zentrum und Projekttage bis 21. Dezember 2018

Wolfgang Hasibether berichtete aus der biographischen Forschung zu den Tagesnotizen Leuschners in der Zeit von Oktober 1916 bis zum 11. November 1918. Im Archiv der Leuschner-Stiftung sind rund 130 Originalbilder und Texte der Notizen aus dem 1. Weltkrieg aufbewahrt. Sie geben wichtige Hinweise auf Leuschners Einstellung zum Krieg und sind Grundlage für sein politisches Engagement in der Weimarer Republik und im Widerstand gegen den Hitlerterror. Die Veranstaltung wurde musikalisch begleitet von Herbert Schmid aus Weiden.Am Montag, den 12. November 2018 fand Beim Besuch der Ausstellung können Dokumente aus dem Archiv der Stiftung digital eingesehen werden.im Anschluss an die Jahresversammlung des Fördervereins Leuschner-Zentrum um 19:30 Uhr eine Ausstellung mit Vortrag zu den Erlebnissen Wilhelm Leuschners im I. Weltkrieg statt. Die Ausstellung ist aus dem Leuschner-Nachlass der Stiftung zusammengestellt und bietet die Möglichkeit im Rahmen der Demokratieerziehung auch Projekttage für die Schulen in der Region durchzuführen.
Hier kann der Begleittext eingesehen werden.
Die Ausstellung kann von Schulen bei vorheriger Anmeldung bis 21. Dezember 2018 besucht werden. Ein Konzept für den Projekttag zur Schulung im Rahmen des Sozialkunde-, Religions-, Ethik- und Geschichtsunterricht wird dabei eingesetzt. Die Maßnahmen werden von ‚Demokratie leben!‘ in der Stadt Bayreuth unterstützt und sind daher kostenfrei.
Anmeldung unter Tel. 0921-150 72 69
Seit 2010 finden regelmäßig Projekttage mit dem Deutsch-Französischen Gymnasium Saarbrücken in der Leuschner-Gedenkstätte und den Seminarräumen der Stiftung statt. Vom 4. bis 16. November 2019 waren zwei Projektwochen mit den zehnten Klassen des Gymnasiums unter Schirmherrschaft der Leuschner-Stiftung in der Region angesetzt. Insgesamt 80 Schüler*innen waren in jeweils einer Projektwoche im Valentin-Kuhbandner-Haus in Speichersdorf untergebracht und besuchten von dort Projekttage in Bayreuth, Flossenbürg und Nürnberg, sowie in Mödlareuth. Wie bereits bei dem ersten Besuch der Schule in der Gedenkstätte im Jahr 2010 wurde unser Bildungskonzept in einem Dreischritt von Biographie des Widerstands (Gedenkstätte Wilhelm Leuschner Bayreuth), über Kulissen der Gewalt (Dokumentationszentrum Nürnberg) in der Selbstdarstellung der Täter zu einem Ort der Opfer (KZ-Gedenkstätte Flossenbürg) bei diesen Projekttagen pädagogisch umgesetzt. Das ‚Zentrum zur deutschen Teilung‘ in Mödlareuth ergänzt diesen politisch-historischen Unterricht für die Schulgruppen. Die Projekttage stehen unter dem Oberbegriff der ‚Erinnerungskultur an die Schreckensherrschaft des Nationalsozialismus und deren Folgen nach 1945‘ und beziehen auch die geistigen Strömungen des Antisemitismus und Rassenwahns in der Geschichte des 20. Jahrhunderts in Deutschland ein. In der Bayreuther Synagoge wurden die Gruppen vom Vorsteher der Jüdischen Gemeinde Bayreuth, Felix Gothart, in die Geschichte der Gemeinde seit ihrem Entstehen im 18. Jahrhundert eingeführt und konnte bei einem Rundgang viele Eindrücke von der jüdischen Religion sammeln.
An Orten der Ideologie des Antisemitismus besuchten die Schulgruppen unter unserer Anleitung das Wagner-Museum und die Ausstellung ‚Verstummte Stimmen‘ am Festspielhaus in Bayreuth. Der Leiter des Wagner-Museums, Dr. Sven Friedrich, erläuterte den Schülern wohin die von der Wagner-Familie gepflegte Ideologie der ‚deutschen Kultur‘ in ihrer politischen Konsequenz führten. Die Unterstützung der menschenfeindlichen Nazi-Ideologie bedeutete ihrer politischen Vereinnahmung durch den Hitler-Nazismus und die Verstrickung in seine Verbrechen.
Die Schulgruppen unter der organisatorischen Leitung von Michel Anna hatten in jeweils sechs Tagen ein umfangreiches Programm zu absolvieren und fanden die Studienwoche sehr interessant und lehrreich. Die Leuschner-Stiftung bedankt sich bei Michel Anna und allen Kooperationspartnern in Bayreuth für die gute Kooperation und wird diese Begegnung auch im zehnten Jahr der Projekttage zur Erinnerungskultur mit dem DFG Saarbrücken auch im nächsten Jahr fortführen.
Für Interessenten unsrer Arbeit können sie hier die Programmflyer_1,Programmflyer_2 herunterladen.

- JAHRESHAUPTVERSAMMLUNG DES FÖRDERVEREINS UND VERANSTALTUNG ‚LEUSCHNER IM I. WELTKRIEG‘
- ERÖFFNUNG DER AUSSTELLUNG "KINDER IN THERESIENSTADT"
- SCHÜLERINNEN UND SCHÜLER BEIM PROJEKTTAG IN DER LEUSCHNER-GEDENKSTÄTTE: AUF DEN SPUREN LEUSCHNERS IM KASERNENVIERTEL MORITZHÖFEN
- ROCK AGAINST RACISM – MUSIK UND BILDUNG GEGEN RASSISMUS


