„Die Vermessung der Demokratie“ – Ein Leuschner-Portrait

Schulprojekttage am 4. 5. und 6. Juli 2022 (Vorstellungen jeweils 12:30 Uhr und 16:00 Uhr, in der Studiobühne Bayreuth, Röntgenstraße 2

Die Wilhelm-Leuschner-Stiftung veranstaltet im Rahmen ihrer Gedenkstättenarbeit im Juli 2022 für Schulen aus der Region Bayreuth Theateraufführungen des Leuschner-Portraits ‚Vermessung der Demokratie‘ von Jan Uplegger, das im September 2021 im Rahmen der 16. Bayreuther Gespräche uraufgeführt wurde. Seitdem wird das Stück in verschiedenen deutschen Städten (Darmstadt, Stuttgart, Leipzig (Flyer als Download HIER) und Berlin) auch für Schulen aufgeführt. Mit diesem besonderen theatralischen Zugang zum Leben und Wirken Leuschners wollen wir eine neue Qualität der Erinnerungskultur in die pädagogische Arbeit einbringen. Das Stück ist mit Unterstützung unseres Leuschner-Archivs entstanden und dauert ca. 1 1/4 Stunden mit anschließender Diskussionsmöglichkeit für die Schulklassen.

Anmeldung per Email:  Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! 

HIER können Sich den aktuellen Flyer herunterladen!

 

Unterstützt von:

‘Köpfe der Demokratie’ (Theodor-Heuss-Stiftung Stuttgart), Kulturreferat Stadt Bayreuth, DGB-Jugend Oberfranken, Oberfranken-Stiftung, Sparkasse Bayreuth

16. Bayreuther Gespräche am 29.9.2021 in der Studiobühne Bayreuth

Unter dem Titel ‚Die Vermessung der Demokratie – Ein Wilhelm Leuschner-Porträt‘ wurden von einer Künstler:innengruppe um den Berliner Schauspieler Jan Uplegger Textcollagen von Wilhelm Leuschner in einem Theaterstück mit Musik  (die Musikerinnen Yumiko Tsubaki und Maria Hinze begleiteten ihn musikalisch und szenisch) am 29.9.2021 in der Studiobühne Bayreuth als Uraufführung einem begeisterten Publikum vorgestellt. Die Regie führte Mitschiko Tsubaki.

Das Theaterstück lässt den Menschen Wilhelm Leuschner anhand eigener und von ihm aufbewahrten fremden Texten lebendig werden. Die dazugehörige Musik bringt die Seelenlandschaft Leuschners zum Klingen und macht sie erfahrbar. Die Texte Leuschners und einiger seiner Mitstreiter vermitteln eindrucksvoll sein Ringen um demokratische Verwirklichung seiner sozialistischen Ideen und bezeugen seine zutiefst humanistische Gesinnung im Kampf um Freiheit und soziale Gerechtigkeit.

Die Darsteller:innen der Musik- und Textcollage konnten mit ihrer Szenenfolge tief in das bewegte Leben Leuschners eindringen und für uns heutige lebendig werden lassen. Der lang anhaltende Applaus des überwiegend jugendlichen Publikums für die Theateraufführung gab Zeugnis für das erfolgreiche Eintauchen der Macher:innen in das Leben Leuschners.

Nach Ende der Theateraufführung fand eine Diskussionsrunde zur Bedeutung Leuschners für die heutige Erinnerungskultur statt. Der Enkel Carl Goerdelers, Rainer Goerdeler aus Königswinter, diskutierte mit Wolfgang Hasibether, dem Leiter der Leuschner-Stiftung, und der Künstler:innengruppe über die Bedeutung des Widerstandskampfes gegen das NS-Regime für die heutige Zeit. Einig war man sich in der Diskussion mit dem Publikum, dass der Widerstand des 20. Juli 1944 gerade in unserer heutigen Zeit nicht vergessen werden darf. Der persönliche Mut und das Widerstehen gegen den Staatsterror gibt Zeugnis auch für unser heutiges Handeln, den Ungeist der Unfreiheit und des politischen Terrors zu bekämpfen.

Das Theaterstück wird am 15.11.2021 in Leipzig vom DGB Leipzig wieder zur Aufführung gebracht. Weitere Aufführungen folgen in Stuttgart und 2022 wieder an der Studiobühne Bayreuth. Das Stück eignet sich für Aufführungen an Bildungseinrichtungen. Die Kontaktdaten der Gruppe können bei der Leuschner-Stiftung erfragt werden. Das Stück ist für die politische Bildungsarbeit sehr empfehlenswert.

Bayreuth, 30.09.2021 Wolfgang Hasibether

16. Bayreuther Gespräche am 29.9.2021 in der Studiobühne Bayreuth

Nachdem 2020 die ‚Bayreuther Gespräche‘ wegen der Corona-Pandemie ausfallen mussten, wird die Veranstaltung am Mittwoch, den 29. September 2021 wieder stattfinden.

Unter der Schirmherrschaft von Oberbürgermeister Thomas Ebersberger werden die ‚Bayreuther Gespräche 2021‘ zum sechszehnten Mal durchgeführt.

Unter dem Titel

‚Die Vermessung der Demokratie – Ein Wilhelm Leuschner-Porträt‘ wird der Berliner Schauspieler Jan Uplegger Texte von Wilhelm Leuschner vorstellen und die Musikerinnen Yumiko Tsubaki und Maria Hinze werden ihn musikalisch begleiten. Die Regie führt Mitschiko Tsubaki.

Die Vorstellung ist eine Uraufführung und wird danach in Leipzig u.a. Orten gezeigt.

Der Abend beginnt um 19 Uhr in der Studiobühne Bayreuth, Röntgenstraße 2.

Nach Ende der Theateraufführung findet eine Diskussionsrunde zur Bedeutung Leuschners für die heutige Erinnerungskultur statt.

Aufgrund der Pandemie ist die Zuschauerzahl auf 38 Teilnehmende beschränkt. Es ist erforderlich sich vorher bei der Wilhelm-Leuschner-Stiftung per Email (post@wilhelm-leuschner-stiftung) anzumelden um die Einlassbestätigung zu erhalten. Der Eintritt ist frei. Um Spenden am Abend wird gebeten.

Flyer hier zum Download

Gedenken der Holocaustopfer

Wilhelm-Leuschner-Stiftung und VVN Bayreuth gedenken der Holocaustopfer am Gedenkstein der KZ-Außenstelle Bayreuth

Am Holocaust-Gedenkstein im ehemaligen Werksgelände der Neuen Spinnerei in Bayreuth haben sich am Holocaust-Gedenktage einige Mitglieder der Wilhelm-Leuschner-Stiftung und der VVN Bayreuth zum stillen Gedenken an die Opfer der Nationalsozialismus - unter Einhaltung der Hygieneregeln - getroffen und eine Mahntafel und einen Kranz niedergelegt. Stadtrat a.D. Dr. Norbert Aas erinnerte in einer kurzen Ansprache an die Verpflichtung gerade in der Stadt Bayreuth nicht nachzulassen an die Gräuel des Naziterrors zu erinnern. Der vom Kulturausschuss des Bayreuther Stadtrats im Mai 2020 beschlossene Aufbau eines NS-Dokumentationszentrums dürfe nicht von den finanziellen Auswirkungen der Corona-Pandemie verhindert werden.
Stiftungsratsvorsitzender Wolfgang Hasibether erinnerte daran, dass trotz völligem Lahmlegen der Bildungsarbeit in der Leuschner-Gedenkstätte seit 12 Monaten die Notwendigkeit einer ständigen Erinnerung an die Verteidigung der Demokratie durch den Widerstand gegen den NS-Staat weiter vordringlich bleibe. Er forderte ebenso eine rasche Verwirklichung des NS-Dokumentationszentrums in Bayreuth. 
Im Zusammenhang des Gedenktreffens wurde auch an den am 11. Januar 2021 verstorbenen VVN-Vorsitzenden Leo Rauh und seine Verdienste um die Erinnerungskultur in Bayreuth erinnert. Er war auch der Initiator der Gedenkveranstaltung zum 27.1.2017 mit Dr. Ulrich Schneider im Leuschner-Zentrum in Kooperation mit unserem Förderverein Leuschner-Zentrum e.V. Eine Gedenkfeier wird sobald wie möglich im Leuschner-Zentrum nachgeholt.

Aktuelles aus der Wilhelm-Leuschner-Stiftung zur Jahreswende 2020/2021

Wir wünschen allen unseren Besucher*innen auf unserer Website ein gutes und friedliches neues Jahr. Vor allem bleiben Sie gesund! Das vergangene Jahr 2020 hat für uns nach zwanzig Jahren erfolgreiche Erinnerungsarbeit am historischen Ort des Leuschner-Geburtshauses eine einschneidende Zäsur gebracht. Zum ersten Mal konnten wir aufgrund der Corona-Pandemie nur ganz wenig Besucher in der Leuschner-Gedenkstätte betreuen. Im Gesamten Kalenderjahr waren nur Einzelbesucher in der Gedenkstätte, die wir nach den Corona-Abstandsregeln mit Leben und Nachlass Wilhelm Leuschners informieren konnten. Insgesamt waren in den abgelaufenen 12 Monaten rd. 60 Besucher*innen in der Gedenkstätte und bei zwei Veranstaltungen im Leuschner-Zentrum rd. 40 Teilnehmende. Dies war gegenüber 2019 ein Rückgang an Interessierenden von 95 %. Dies bedeutete für die Stiftung ein Rückgang der Eigeneinnahmen um 86 %. Für die Akteure der Erinnerungskultur gab es keinerlei staatliche Einnahmenausfallunterstützungsleistungen. Auch das Spendeneinkommen der Stiftung ging gegenüber den Vorjahren um 100 % auf null zurück. Beim Bemühen um Unterstützungsleistungen der öffentlichen Hand sollte die Antragstellung über ein Steuerberatungsbüro erfolgen (Kosten die getragen werden müssen, ohne zu wissen ob ein Zuschuss überhaupt erfolgt). Angesichts dieser katastrophalen Förderungen durch die öffentliche Hand, haben wir uns entschlossen nicht an dem Steuerberatungssonderkonjunkturprogramm teilzunehmen. Wir hatten im Jahr 2020 mehrere Schulprojekttage mit in- und ausländischen Gruppen festvereinbart, die alle Corona bedingt ausfallen mussten. Unsere Partnergruppen aus La Spezia und Saarbrücken konnten nicht anreisen. Die regionalen Projekttage mit Schulen aus Oberfrankenkonnten ebenfalls nicht stattfinden und auch für 2021 werden wir bis Sommer keinerlei Bildungsarbeit durchführen können. Vereinbarte Termine mit der VHS Bamberg mussten im Jahr 2020 ebenfalls abgesagt werden und angekündigte Besuchergruppen von Erwachsenenbildungsträgern sind entfallen. Insgesamt gingen uns mindestens 500 Besucher*innen verloren und die damit verbundenen Einnahmen. Die Zugriffe auf unsere Website nahmen ebenfalls erheblich ab, da die Bildungsträger sich mit Erinnerungskultur nicht mehr beschäftigen. Online kann insbesondere in der Erinnerungskultur, die auf persönliche Begegnung ausgerichtet ist, nichts aufgefangen werden. Was wir 2020 tun konnten, sind Anfragen zum Archiv zu beantworten, von denen wir mehrere im Monat erhielten. Die Biographie und die Überarbeitung des Leuschner-Archivs gingen voran und wir hoffen, dass in der zweiten Hälfte 2021 wieder die Bildungsarbeit neu aufgebaut werden kann. Was wir in den 12 Monaten bisher verloren haben wird schwer zu ersetzen sein. In Zeiten des aufblühenden antidemokratischen politischen Verhaltens in unserer Gesellschaft und deren Geschichtsvergessenheit ist es für uns besonders schmerzlich die Geringschätzung unseres bürgerschaftlichen Engagements zu verspüren. Die Politik in Bund, Land und Kommune ist aufgerufen der Zerstörung der Erinnerungskultur Einhalt zu gebieten. Sonderförderprogramme wären jetzt das Gebot der Stunde.14. Januar 2021Wolfgang Hasibether, Stiftungsratsvorsitzender
 

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