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09 | 12 | 2018
Kooperation der Wilhelm-Leuschner-Stiftung mit dem Istituto Tecnico Fossati – Da Passano PDF Print Envoyer
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Die Wilhelm-Leuschner-Stiftung hat mit dem in La Spezia beheimateten Istituto TecnicoFossati (Oberschule für Wirtschaft und Technologie) einen Kooperationsvertrag geschlossen. In diesem wurde im Dezember 2017 unter anderem vereinbart, dass durch die Zusammenarbeit beabsichtigt ist, das Wissen über die Themen des Widerstands gegen den Nationalsozialismus mit einer Dokumentation über die beiden Partnerstädte zu verbessern. Ebenfalls soll es, bei den Kulturaustauschen anhand der in der Leuschner-Stiftung vorhandenen Bibliothek, möglich werden, zur Thematik des Widerstands und andere Gegenwartsthemen zu arbeiten. Inzwischen ist eine deutsch-italienische Dokumentation über die Lebensstationen Wilhelm Leuschners von der Stiftung erarbeitet worden und bei einem Projekttag im April mit einer Schulgruppe aus La Spezia im Leuschner-Zentrum als Material verwendet worden. 

Nächstes Jahr zum 20 jährigen Jubiläum der Städtepartnerschaft zwischen Bayreuth und La Spezia soll es zu einem gegenseitigen Austausch von Ausstellungen kommen. Die Wilhelm-Leuschner-Stiftung wird eine Ausstellung zu Leuschners Leben in italienischer Sprache erstellen und 2019 in La Spezia präsentieren.  Am Istituto Tecnico Fossati  in La Spezia wird eine schulische Arbeitsgruppe eine Ausstellung über den NS-Terror in den Provinzen Toskana und Ligurien und den dort bestehenden Erinnerungsorten (Gedenkstätten) erstellen. Diese soll dann 2019 in Bayreuth in städtischen Einrichtungen und der Stiftung ausgestellt werden. Dabei sollen die Schüler aus La Spezia mit ihrer Partnerschule dem Richard Wagner Gymnasium Bayreuth eng vernetzt werden. Diese Aktivitäten sollen die Partnerschaft zwischen beiden Städten vertiefen und das jeweilige Verständnis der Geschichte in beiden Regionen weiterentwickeln. 

Am 24.04.2018 besuchte der Dirigente scolastico (Schulleiter) des Istituto Tecnico Fossati Prof. Paolo Manfredini das Leuschner-Zentrum und die Städtische Leuschner-Gedenkstätte. Bei diesem Treffen wurde über die Details der genannten Kooperation gesprochen. Die Idee zu der Kooperation wurde von der Deutschlehrerin des Istituto Tecnico Fossati Silvia Segalla entwickelt. Auf der Seite des Richard Wagner Gymnasiums arbeiten die Italienisch-Lehrerinnen Anne Saathoff, Katrin Klamt und Andrea Rüger bei jährlichen Projekttagen mit der Stiftung eng zusammen. Sie werden auf der Seite des Richard Wagner Gymnasiums diese Projektidee weiter entwickeln.

 
Projekttag mit den Austauschschülern des Richard Wagner Gymnasiums aus La Spezia PDF Print Envoyer
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Am 25. April 2018 besuchten 27 Schüler mit ihren vier Lehrerinnen die Städtische Wilhelm-Leuschner-Gedenkstätte und das Wilhelm-Leuschner-Zentrum in Bayreuth. RWG BayreuthDie Schülerinnen und Schüler wurden in zwei Gruppen geteilt. Eine Gruppe verblieb in der Gedenkstätte und wurde von der wissenschaftlichen Mitarbeiterin der Leuschner-Stiftung Katharina Dötterl durch diese geführt. Die Referendarin des Richard-Wagner-Gymnasiums Stefania Bille übersetzte hierbei.  Es wurden die unterschiedlichen Lebensstationen Leuschners genauer erläutert. Die andere Gruppe wurde vom Stiftungsratsvorsitzenden Wolfgang Hasibether mit zum Leuschner-Zentrum genommen. Dort wurden sie mit der Geschichte des deutschen Widerstands gegen das NS-Regime und Leuschners Rolle dabei bekannt gemacht. Ein Film zu Leuschners Widerstand in der Zeit von 1933 - 1944 wurde den Schülergruppen vorgeführt und durch die Italienisch-Lehrerin Frau Katrin Klamt übersetzt. Danach wurden die Gruppen getauscht.
Unser herzlicher Dank gilt den insgesamt vier Lehrerinnen Elisabetta Corgiolu, Delia Baratti, Katrin Klamt und Stefania Bille für ihre professionelle  Übersetzungsarbeit und den Austauschschülern für ihre rege Beteiligung an der Projektarbeit.

 
Verleihung der Wilhelm-Leuschner-Medaille an Roland Koch PDF Print Envoyer
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Leuschner-Stiftung und Förderverein Leuschner-Zentrum gegen Verleihung der Leuschner-Medaille an den ehemaligen hessischen Ministerpräsidenten Roland Koch

In einem offenen Brief an Ministerpräsident Volker Bouffier hat sich der Vorsitzende der Wilhelm-Leuschner-Stiftung, Wolfgang Hasibether, gegen die Verleihung der Wilhelm-Leuschner-Medaille an den ehemaligen hessischen Ministerpräsidenten Roland Koch gewandt. Dessen demokratischen Meriten seien dem Anspruch dieses höchsten hessischen Verdienstordens nicht gewachsen.
Ebenso sprach sich die Mitgliederversammlung des Fördervereins Leuschner-Zentrum am 23.11.17 gegen die Preisverleihung an Roland Koch aus.

Lesen sie hier den offenen Brief zur vorgesehenen Verleihung.

 
Ausstellungseröffnung ‚Frauen im Widerstand‘ in der Zamirhalle Bayreuth PDF Print Envoyer
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Am Sonntag, den 12. November 2017 fand in der Zamirhalle Bayreuth die feierliche Eröffnung der Ausstellung „Nichts war vergeblich – Frauen im Widerstand“ statt. Die vom Studienkreis Deutscher Widerstand in Frankfurt herausgegebene Ausstellung widmet sich einem lange vernachlässigten Thema der Widerstandsforschung. Der Widerstand von Frauen in der NS-Zeit war lange Jahre ein vernachlässigter Gegenstand der Zeitgeschichte. Deshalb hatte der Förderverein Leuschner-Zentrum in Zusammenarbeit mit der Wilhelm-Leuschner-Stiftung für die pädagogische Arbeit zur Erinnerungskultur im Leuschner-Zentrum und der Städt. Leuschner-Gedenkstätte dieses interessante Thema nach Bayreuth geholt.

Den Auftakt der Ausstellung bildete der Eröffnungsabend in der Zamirhalle. Der Förderverein Leuschner-Zentrum in Kooperation mit dem Zamirchor unter der Leitung von Barbara Baier gestalteten diesen Abend. Der Chor bezauberte mit ausgewählten Liedern, unter anderem mit Kompositionen des 1944 im KZ Auschwitz ermordeten Viktor Ullmann, die Besucher und stimmte damit wunderbar auf die Ausstellung ein. Bei der Begrüßung der Gäste wies die Fördervereinsvorsitzende Katharina Dötterl auf die Kooperationen und die finanzielle Unterstützung durch das Bundesprogramm ‚Demokratie leben!‘ in der Stadt Bayreuth hin.
Der Vorsitzende der Leuschner-Stiftung, Wolfgang Hasibether, erläuterte in seiner Einführungsrede die Besonderheiten der Ausstellung. In dieser stehen nicht die in der Widerstandsgeschichte zentral beschriebenen Männer des Widerstands, sondern die Biographien von 18 Frauen, die das breite Spektrum der Widerstands- und Opfergruppen in der Zeit der NS-Herrschaft repräsentieren. Von der jüdischen Malerin Lotte Laserstein, von dem Sinti-Mädchen Anna Mettbach und von der Kommunistin Lina Haag ist u.a. die Rede in der Ausstellung. Das Besondere der Ausstellung ist die Vermittlung der unterschiedlichen Weltanschauungen und sozialen Erfahrungen die die Frauenschicksale verkörpern und deren Gleichwertigkeit mit politischen Widerstandsformen. Es gibt keine Widerstandseliten sondern nur Menschen, die sich einem verbrecherischen System in den Weg stellen.
Im Anschluss an die Einführung bot der Zamirchor noch einige Lieder dar und die Besucher des Abends in der Zamirhalle konnte die Ausstellung intensiv anschauen.
Nach dem Ende der Veranstaltung wurde fleißig miteinander angepackt, da die Ausstellung ab Montag, den 13. November im Leuschner-Zentrum von 8-13 Uhr zu sehen ist. Schulgruppen können sich unter der Tel.Nr. 0921-1507269 anmelden und eigene Termine vereinbaren. Die Ausstellung ist bis Mitte Dezember zu sehen.
Der Förderverein Leuschner-Zentrum bedankt sich ganz herzlich bei Barbara Baier und dem Zamirchor für den wunderbaren Abend auch wenn aufgrund des Wetters und der Angebotsdichte am Sonntagabend nicht so viele Besucher kamen wie gewünscht.

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Projekttag ‚Zeitreise Täter und Opfer in Bayreuth 1933 – 1945’ PDF Print Envoyer
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Am 6.11.2017 besuchten erneut zwei zehnte Klassen des Deutsch-Französischen Gymnasiums Saarbrücken die Gedenkstätte Wilhelm Leuschner und das Leuschner-Zentrum.

Unter dem Titel ‚Zeitreise – auf den Spuren der Geschichte zu Widerstand und Opfern im Nationalsozialismus’ führte der Vorsitzende der Leuschner-Stiftung, Wolfgang Hasibether, die Schülerinnen und Schüler durch die Gedenkstätte und schilderte anhand der Biographie Leuschners das Ausmaß und die Wirkung des deutschen Widerstands gegen Adolf Hitler und sein Verbrecherregime. Anschließend nach dem Besuch im Zentrum ging es auf Spurensuche zur Geschichte Bayreuths in der NS-Zeit mit Hilfe der von der Stiftung als Projektmaterial erarbeiteten Broschüre ‚Zeitreise – jüdisches Leben in Bayreuth’ von der Gedenkstätte durch den Hofgarten zur Villa Wahnfried. Die Rolle der Wagner-Familie und deren Antisemitismus wurde am historischen Ort mit Verweis auf das früher so genannte ‚Chamberlain-Haus’ und das Siegfried Wagner Haus die historische Rolle der Familie erläutert. Am Sternplatz mit dem dort im Krieg zerstörten ‚Braunen Haus’ und dem Sonnen-Saal wurde die NS-Geschichte Bayreuths erläutert und vor dem Markgräflichen Opernhaus die wechselvollen Stationen Bayreuther Geschichte seit der Markgrafenzeit behandelt.
An der Synagoge in der Münzgasse wurde die Geschichte der jüdischen Gemeinde und ihre Verfolgung in der NS-Zeit erzählt. Die Broschüre mit ihren Bildern zur Erinnerung an das jüdische Geschäftsleben der Weimarer Zeit ließ der Schülergruppe die untergegangene Epoche lebendig werden. Erinnert wurde an die Gräuel der Pogromnacht vom 9. November 1938 und deren Auswirkungen in Bayreuth.
Die historische Zeitreise endete am Festspielhaus – La maison d'opéra nationale allemande – als Symbol auch des Deutschen Nationalismus, wie es in der NS-Zeit inszeniert wurde. Die Dauerausstellung an der Wagner-Büste von Arno Breker – Verstummte Stimmen – zeigte der deutsch-französischen Gruppe die Verfolgung jüdischer Künstler in der NS-Zeit und zugleich die Widersprüche der Geschichtspflege in Bayreuth der vergangenen Jahrzehnte. Einerseits die Wagner-Skulptur im Rosengarten des Festspielparks des gefeierten NS-Künstlers Arno Breker, dort mit anderen Denkmälern von Cosima Wagner und Franz Liszt seit den 1960er Jahren aufgestellt, und andererseits die seit 2012 fest installierte Ausstellung ‚Verstummte Stimmen’ mit den Kurzbiographien von verfolgten jüdischen Künstler_innen, die in der Festspielgeschichte damit dauerhaft erinnert sind. Ein Widerspruch, den die Schüler_innen heftig diskutierten. Ein fünfstündiger Projekttag in Bayreuth, mit der unermüdlichen Übersetzung ins Französische durch den Leiter der Gruppe, Michel Anna, der in Erinnerung bleiben wird.

Michel Annah mit Schülern in Bayreuth

 
13. Bayreuther Gespräche 2017 PDF Print Envoyer
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Am 29. September 2017 fanden im Wilhelm-Leuschner-Zentrum die 13. Bayreuther Gespräche statt. Wie in den letzten 12 Jahren waren auch diesmal wieder die Bayerische Landeszentrale für politische Bildungsarbeit, der Förderverein Leuschner-Zentrum und der DGB Oberfranken Mitveranstalter. Die Wilhelm-Leuschner-Stiftung lud dieses Jahr zur offenen Diskussion zum Thema Erinnerungskultur in der Region ein. Hierzu waren vier Referent_innen eingeladen, die den über 40 Gästen ihre eigenen Erfahrungen zum Thema Erinnern im Landkreis Bayreuth bzw. in ganz Oberfranken schildern konnten.

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Gedenkstättenarbeit der Wilhelm-Leuschner-Stiftung im I. Halbjahr 2017 PDF Print Envoyer
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Im ersten Halbjahr 2017 führte die Stiftung mehrere Projekttage und Seminare im Rahmen ihrer Gedenkstättenarbeit durch. Zum Holocaust-Gedenktag, kamen zahlreiche Jugendliche und BesucherInnen, um sich den Vortrag von Dr. Ulrich Schneider zum Widerstand in Europa in den 1920er bis 1940er Jahren anzuhören und mit ihm zu diskutieren. Die Internationale Begegnung mit La Spezia in der Gedenkstätte wurde fortgesetzt. Arbeit der Stiftung als Begleitausschuss "Demokratie Leben" wird fortgeführt. Vernetzung der Stiftungsaktivitäten in der Region – Zusammenarbeit mit der neuen Jugendherberge. Im gesamten ersten Halbjahr wurden neben der Gedenkstättenarbeit die Archivprojekte der Stiftung zum Nachlass Leuschners und der verschiedenen gewerkschaftlichen Aktenmaterialien sowie der Nachlass von Ewald Naujoks bearbeitet. Detailierte Informationen erhalten Sie über den Link Weiterlesen.

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„Spuren des Widerstands im Bayreuther Land - Vorbilder für die Demokratie von Heute“ PDF Print Envoyer
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Die Wilhelm-Leuschner-Stiftung wird im Jahr 2016 im Rahmen des Bundesprogramms „Demokratie leben“ das Projekt „Spuren des Widerstands im Bayreuther Land - Vorbilder für die Demokratie von Heute“ ins Leben rufen. Das Projekt behandelt Widerstandskämpfer aus dem Landkreis Bayreuths und soll ihre Vorbildfunktion für unsere heutige Demokratie hervorheben. Im November wird dann mit den zwei Schulklassen des Deutsch-Französischen Gymnasiums Saarbrücken dieses Projekt zum ersten Mal mit den Klassen vertieft. Es wird eine Broschüre entstehen, in welcher Arbeitsmaterialien, Arbeitsaufträge und Texte enthalten sind. Dieses Projekt wird von der Partnerschaft für Demokratie im Landkreis Bayreuth gefördert und wir hoffen noch viele Projekttage zu diesem Thema durchführen zu können.

 
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