Stiftung  
Samstag, 4. September 2010
Willkommen auf den Internetseiten der Wilhelm-Leuschner-Stiftung PDF Drucken E-Mail
Bayreuth ist die Geburtsstadt des Gewerkschafters, Politikers und antifaschistischen Widerstandskämpfers Wilhelm Leuschner, der hier am 15. Juni 1890 geboren wurde. Sein Geburtshaus in Moritzhöfen 25 ist seit September 2003 eine Gedenkstätte zur Erinnerung an sein Wirken. Zugleich ist es ein historischer Lernort für die nachwachsenden Generationen.  

Im Sinne des nachfolgenden Zitats aus der Aufgabenstellung der Bayerischen Gedenkstättenstiftung erfüllt die Stiftung ihr bürgerschaftliches Engagement:

 "Die Erinnerung an die nationalsozialistische Unrechtsherrschaft wach zu halten und die geschichtlichen Erfahrungen und die daraus gewonnenen Erkenntnisse weiter zu tragen, ist nicht alleine Aufgabe des Staates, sondern ihrem Wesen nach eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe. Sie kann nur erfolgreich sein, wenn sie von den maßgebenden Kräften der Gesellschaft mitgetragen wird, und muss diejenigen einbeziehen, die der Gedenkstättenarbeit in besonderer Weise verbunden sind."

Seit 1993 war der Bayreuther Verein für Sozial- und Kulturgeschichte e.V. um den Erhalt des Geburtshauses Wilhelm Leuschners bemüht. Nachdem es von der Stadt Bayreuth unter Denkmalschutz gestellt wurde und der im Jahr 2000 von den damaligen Eigentümern beantragte Abriss des Geburtshauses verhindert werden konnte, wurde  2003 nach der Hausrenovierung durch die neuen privaten Eigentümer eine Gedenk- und Bildungsstätte  in Kooperation zwischen Stadt Bayreuth und der Wilhelm- Leuschner-Stiftung eingerichtet. 
 

Auf unseren Web-Seiten können Sie sich über Wilhelm Leuschner, seinen von uns wissenschaftlich betreuten Nachlass, sowie über unsere Gedenkstättenarbeit informieren. Unter dem Menüpunkt "Kontakt" können Sie mit uns Verbindung aufnehmen.Für Vorschläge zur Verbesserung unseres Internetangebots wären wir sehr dankbar.
 
Vorschau auf das 2. Halbjahr 2010 PDF Drucken E-Mail

Im zweiten Halbjahr werden die pädagogischen Projekte, die bereits im Juli begonnen wurden, im Schuljahr 2010/2011 fortgesetzt. Vorrangig sind wieder die Projekttage mit den 8. Klassen der Haupt- (jetzt Mittelschulen) in Stadt- und Landkreis Bayreuth. Die Projekttage Sitzung des Lehrerabeitskreises'Leichter lernen mit Leuschner' wurden mit überarbeiteten Materialen durch den Lehrerarbeitskreis Ende Juli vorbereitet. Im September beginnt die pädagogische Arbeit in Kooperation mit der Albert-Schweitzer-Schule mit Zeitzeugengesprächen und einer Videoproduktion im Rahmen der Ausstellung 'Die Kinder in Theresienstadt - Die Mädchen von Zimmer 28'. Diese Ausstellung wird am 11. September 2010 um 16 Uhr in der Maximilian-von-Bauernfeind-Schule in Arzberg eröffnet. In Bayreuth dann am 28.9.10 um 19 Uhr in der Albert-Schweitzer-Schule in Bayreuth. In beiden Ausstellungen wird unser Video 'Terezin' zu sehen sein. Am 30. September wird dann im Leuschner-Haus ein Zeitzeugengespräch mit Klassen der ASS mit Ernst Grube stattfinden. Herr Grube war als Kind in Theresienstadt eingesperrt. Flyer zur Ausstellung hier als PDF downloaden.

Ein weiteres Projektfeld wird mit einem P-Seminar Geschichte mit Schüler/innen aus der 11. Klassenstufe des Markgräfin-Wilhelmine-Gymnasiums Bayreuth erarbeitet. Dies wird ein Modellprojekt für die zukünftige Oberstufenarbeit der pädagogischen Gedenkstättenarbeit der Stiftung sein. Im Jahr 2010 werden wir damit analog 2009 wieder bei über 100 Veranstaltungen über 2000 Teilnehmende in der Gedenkstättenarbeit betreut haben.

Höhepunkt der Jahresarbeit werden die 6. Bayreuther Gespräche sein, die am 2. Oktober ab 14 Uhr im Alten Rathaus Bayreuth stattfinden. Im Mittelpunkt stehen die historischen Ereignisse im August 1944 in den Apianischen Alpen in Ligurien und Toskana. Italienische Zeitzeugen und Historiker werden dabei über die Greuel der deutschen Wehrmacht und SS in Italien berichten. Die Aufarbeitung der Vergangenheit gemeinsam mit den Bayreuther Partnerstädten soll dabei die Fortentwicklung eines demokratischen Europas sein. Auch dies ist eine Zielsetzung der Stiftungsarbeit. Als Schirmherrin der Veranstaltung konnte die Europaabgeordnete Monika Hohlmeier gewonnen werden. Plakat und Flyer zu den Bayreuther Gesprächen können sie hier als PDF-Datei downloaden.

 
Delegationen aus La Spezia und Annecy zu Besuch in der Gedenkstätte PDF Drucken E-Mail

Ankunft der Delegation in der GedenkstätteAm 5. August 2010 waren Delegationen aus den Bayreuther Partnerstädten La Spezia in Italien und Annecy in Frenkreich zu Besuch in der Städt. Wilhelm-Leuschner-Gedenkstätte Bayreuth. In einer eineinhalbstündigen Führung wurden die Delegationen durch den wissenschaftlichen Leiter der Wilhelm-Leuschner-Stiftung, Wolfgang Hasibether, in der Gedenkausstellung mit dem Leben und Wirken von Wilhelm Leuschner vertraut gemacht. Die zwanzigköpfige Besuchergruppe zeigte sich beeindruckt von der historischen Persönlichkeit Wilhelm Leuschners und erfuhr in der Diskussion mit dem wissenschaftlichen Leiter weitere Hintergründe über den Widerstand der Leuschner-Gruppe gegen den Naziterror.

 
Gedenkstättenarbeit 1. Halbjahr 2010 PDF Drucken E-Mail

Das erste Halbjahr 2010 geht zu Ende und die Wilhelm-Leuschner-Stiftung blickt auf ein ereignisreiches erstes halbes Jahr politischer Bildungsarbeit im Rahmen der Gedenkstättenarbeit in der Städtischen Wilhelm-Leuschner-Gedenkstätte.

Ab Februar stieg die Stiftung wieder voll in die politische Bildungsarbeit ein und betreute ebenso Schulklassen wie Seniorengruppen mit ihrer pädagogischen Gedenkstättenarbeit.
Neben den ausländischen Klassen aus Frankreich und Tschechien wurden auch die Schulen aus Eckersdorf, Hollfeld und der Altstadtschule Bayreuth an Projekttagen betreut. Zwei zehnte Klassen des Gymnasiums Hollfeld besuchten den Projekttag zum Thema „Grundrechte, Menschenrechte und Menschenrechtsverletzungen“. Die zwei achten Klassen der Altstadtschule Bayreuth besuchten mehrere Projekttage zu den Themen Kaiserreich, Weimarer Republik bis hin zum Dritten Reich und Widerstand. Ende April fanden an zwei Tagen Zeitzeugengespräche mit Alexander Henryk Laks statt. Die achte Klasse der Volksschule Eckersdorf, die zwei achten Klassen der Altstadtschule und eine achte Klasse der Albert-Schweitzer-Schule bekamen die Lebensgeschichte erzählt und waren tief ergriffen von seinem Überlebensbericht.

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Vorschau und Rückblick erstes Halbjahr 2010 PDF Drucken E-Mail

Zusammenfassung Stiftungsaktivitäten für das 1. Quartal

Am 19. Januar 2010 eröffnete die Wilhelm-Leuschner-Stiftung um 17 Uhr offiziell das neue Bildungsjahr mit ihrer Jahresauftaktveranstaltung. An diesem Abend wurden von Herrn Hasibether mit dem Geschäftsbericht für das Jahr 2009 die vielseitigen Stiftungsaktivitäten im Jahr 2009 noch einmal kurz zusammengefasst, das Bildungsprogramm für 2010 vorgestellt und es wurde noch einmal die Situation der Stiftung aufgezeigt. Der zweite Bürgermeister der Stadt Bayreuth Thomas Ebersberger unterstrich mit seiner Rede über die Stiftung noch einmal deren wichtige Arbeit für die Stadt Bayreuth und gegen das Vergessen.

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Nie wieder! Gegen das Vergessen. PDF Drucken E-Mail

Auf Einladung der Evangelischen Jugend Bayreuth und der Wilhelm-Leuschner-Stiftung kam Alexander Laks an zwei Tagen zu Zeitzeugengesprächen im Rahmen der pädagogischen Bildungsarbeit  der Stiftung nach Bayreuth.

Alexander Henryk Laks wird 1927 in Łódź (Polen) geboren. Nach dem Tod seiner Mutter, wird er von seiner Stiefmutter und seinem Vater liebevoll erzogen. 1939 erlebt er den Überfall Polens durch die Deutsche Wehrmacht und damit den Beginn des Zweiten Weltkrieges und die immer weiter voranschreitende Diskriminierung und Verfolgung der polnischen Juden. Seine gesamte Familie verliert er in den Konzentrationslagern der Nationalsozialisten und doch kam er ohne Rache und Zorn nach Deutschland, um unter anderem an zwei Tagen Schülern aus Stadt und Landkreis Bayreuth seine Geschichte zu erzählen.

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Ehemaliger litauischer Staatspräsident besucht die Wilhelm-Leuschner-Gedenkstätte PDF Drucken E-Mail

Der ehemalige litauische Staatspräsident Prof. Dr. Vytautas Landsbergis besuchte  am 30. März 2010 die Wilhelm-Leuschner-Gedenkstätte.

Im Rahmen der internationalen Kontakte der Industrie- und Handelskammer für Oberfranken-Bayreuth besuchte der ehemalige litauische Staatspräsident Vytautas Landsbergis die Stadt Bayreuth. Anlass war der 65. Todestag von Izidorius Kurklietis. Er war während des Zweiten Weltkrieges Vizeminister der litauischen Unabhängigkeitsregierung und starb am 30. März 1945 in der Gestapo-Haft im Bayreuther Zuchthaus St. Georgen.

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Unterstützung durch die Freunde des historischen Museums Bayreuth PDF Drucken E-Mail

Mit freundlicher Unterstützung der Freunde des historischen Museums Bayreuth, konnten für die Stiftungungsarbeit ein neuer Drucker, ein Computer und eine Videobearbeitungssoftware angeschafft werden. Dadurch können auch weiterhin Arbeitsmaterialien für die Schulklassen bereit gestellt werden.
Die benötigte Videoschnittsoftware bedurfte auch einer Aktualisierung der Hardware und dient dem Projekt "Leuschnervideo".

Wir bedanken uns bei den Freunden des historischen Museums Bayreuth, für die finanzielle Unterstützung unserer pädagogischen Bildungsarbeit in der Wilhelm-Leuschner-Gedenkstätte der Stadt Bayreuth, ganz herzlich.

 
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