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08 | 12 | 2016
Willkommen auf den Internetseiten der Wilhelm-Leuschner-Stiftung PDF Drucken E-Mail

Bayreuth ist die Geburtsstadt des Gewerkschafters, Politikers und antifaschistischen Widerstandskämpfers Wilhelm Leuschners, der hier am 15. Juni 1890 geboren wurde. Sein Geburtshaus in Moritzhöfen 25 ist seit September 2003 eine Gedenkstätte zur Erinnerung an sein Wirken. Zugleich ist es ein historischer Lernort für die nachwachsenden Generationen. Die Wilhelm-Leuschner-Stiftung übernimmt seit 2002 die Aufgabe, entsprechend ihrer Satzung, die Gedenkstättenarbeit zu koordinieren und die Bildungsarbeit für die Besuchergruppen in ihrem eigenen Wilhelm-Leuschner-Zentrum durchzuführen. Im Sinne des nachfolgenden Zitats aus der Aufgabenstellung der Bayerischen Gedenkstättenstiftung erfüllt die Stiftung ihr bürgerschaftliches Engagement: „Die Erinnerung an die nationalsozialistische Unrechtsherrschaft wachzuhalten und die geschichtliche Erfahrungen und die daraus gewonnen Erkenntnisse weiterzutragen, ist nicht alleine Aufgabe des Staates, sondern ihrem Wesen nach eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe. Sie kann nur erfolgreich sein, wenn sie von den maßgebenden Kräften der Gesellschaft mitgetragen wird und muss diejenigen einbeziehen, die der Gedenkstättenarbeit in besonderer Weise verbunden sind.“

Die Wilhelm-Leuschner-Stiftung hat sich seit Beginn ihrer Arbeit beim Aufbau der Einrichtung der Gedenkstätte sowie der dann folgenden Bildungsarbeit für die Besuchergruppen von diesem Grundsatz leiten lassen.

Seit 1993 war der Bayreuther Verein für Sozial- und Kulturgeschichte um den Erhalt des Geburtshauses Wilhelm Leuschners bemüht. 1997 wurde es von der Stadt Bayreuth unter Denkmalschutz gestellt und der im Jahr 2000 von den damaligen Eigentümern beantragte Abriss des Geburtshauses konnte durch die Vereinsaktivitäten verhindert werden. Nach der Hausrenovierung durch den neuen privaten Eigentümer konnte in Zusammenarbeit mit der Stadt Bayreuth eine Gedenk- und Bildungsstätte durch die Wilhelm-Leuschner-Stiftung eingerichtet werden. Seit dem damaligen Einzug im Geburtshaus im Jahr 2002 wurde von der Stiftung daran geareitet, die Gedenkstätte aufzubauen und die Bildungsarbeit in einem eigenen Gebäude zu entwickeln. Nach zehn Jahren in Miete im Geburtshaus hat sich die Wilhelm-Leuschner-Stiftung dazu entschieden, ein eigenes Zentrum aufzubauen. Seit Juli 2012 ist die Stiftung in ihrem neuen Gebäude in der Herderstraße 29 und hat das Haus inzwischen zum Wilhelm-Leuschner-Zentrum eingerichtet. Dieses Zentrum ist zugleich der Ort, an dem der Nachlass von Wilhelm Leuschner original aufbewahrt, wissenschaftlich bearbeitet und demnächst im Netz digital veröffentlicht wird.

 
Projekttage mit dem Deutsch-Französischen-Gymnasium Saarbrücken am 6. Und 9. November 2016 PDF Drucken E-Mail

Am 6. November 2016 fand der erste Projekttagmit dem Deutsch-Französischen Gymnasium aus Saarbrücken statt

Am Sonntag den 06.11.2016 fand der erste Projekttag mit dem Deutsch-Französischen-Gymnasium (DFG) aus Saarbrücken statt. 42 Schülerinnen und Schüler der 10. Klasse aus dem mathematisch– naturwissenschaftlichen Zweig S, dem wirtschaftswissenschaftlichen Zweig ES und ihre begleitenden Lehrer trafen sich mit den Mitarbeitern der Wilhelm-Leuschner-Stiftung zu einer Einführung im Wilhelm-Leuschner-Zentrum. Anschließend ging es dann in die Innenstadt zum Markgräflichen Opernhaus, um sich mit der Region, in welcher die Studienwoche stattfindet, vertraut zu machen.

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Wilhelm Leuschner im Kampf gegen Hitler PDF Drucken E-Mail

Bad NauheimAm Montag, den 10. Oktober 2016, war der wissenschaftliche Leiter der Wilhelm-Leuschner-Stiftung, Wolfgang Hasibether, von der Arbeitsgemeinschaft „Geschichte Bad Nauheim“ eingeladen, über die Biographie Wilhelm Leuschners und seinen Widerstand gegen Hitler zu referieren. Der Vortrag war Teil der Reihe ‚Hessische Persönlichkeiten’, die die Arbeitsgemeinschaft für das Jahr 2016 geplant hatte. Bei den insgesamt neun Vorträgen war der vorletzte im Oktober 2016 der Person Wilhelm Leuschners gewidmet.

Es erstaunt immer wieder, wie wenig auch in Hessen Wilhelm Leuschner als einer der wichtigsten Politiker der Weimarer Republik heute noch bekannt ist. Auf die Frage ins Auditorium wer denn den Namen Wilhelm Leuschner vor dem Vortrag kannte, gestand die Mehrheit die Nichtkenntnis ein. Auch bei der Einführung von Armin Häfner, dem Vorsitzenden der Arbeitsgemeinschaft,  gestand dieser ein, dass ihm Wilhelm Leuschner, wie auch viele andere Persönlichkeiten des zivilen Widerstands, lange Zeit ein Unbekannter war und monierte, dass auch innerhalb der SPD und der Gewerkschaften Wilhelm Leuschner in den letzten Jahrzehnten in Vergessenheit geraten sei. Umso wichtiger sei der Arbeitsgemeinschaft mit dem Vortrag wieder öffentliches Interesse zu wecken. Auch beim ‚Hessischen Landesamt für geschichtliche Landeskunde’ ist die von ihr im Internet veröffentlichte Biographie Leuschners mit eklatanten Fehlern behaftet. Diese wurden am Anfang des Vortrags vom Referenten berichtigt.

Wolfgang Hasibether stellte im Rahmen seiner biographischen Arbeit über Leben und Wirken Leuschners einen kurzen Überblick über die wichtigsten Lebensdaten vor. In seinen Ausführungen spielte insbesondere die Rolle Leuschners für die Gründung der Bundesrepublik und der Einheitsgewerkschaft nach 1945 eine wichtige Rolle, da dies das Erbe Leuschners verkörpert. Der frühere Bundespräsident Richard von Weizsäcker hatte 1984 in einer Rede in Bayreuth darauf hingewiesen, dass Leuschner einer der ideellen Gründungsväter der demokratischen Bundesrepublik gewesen sei. Sowohl die Einheitsgewerkschaft, wie auch die Freiheitsrechte, die verfassungsrechtlich verankert sind, gehen auch auf seinen Widerstand zurück. Dieses geschichtliche Erbe des Widerstands ist bis heute das Fundament des Sozialstaats und der Freiheitsrechte im Grundgesetz.

Im Vortrag wurden kurz die ersten zwanzig Lebensjahre von Wilhelm Leuschner in Bayreuth skizziert, seine Schulzeit und Lehre dort und danach sein Ankommen in Darmstadt, die Familiengründung dort ab 1910 und dann seine Erlebnisse im 1. Weltkrieg.

Dort bereits zeigten sich seine Führungsqualitäten, indem er am Ende als Vorsitzender des Soldatenrats den Truppenteil, in dem er Dienst tat, im November 1918 demobilisierte und die Rückführung in die Heimat organisierte. Sein Werdegang vom Gewerkschaftssekretär in Darmstadt, Stadtrat, Landtagsabgeordneter und Provinziallandtagsabgeordneter zwischen 1919 und 1926 zeigt den Aufstieg des Arbeiterjungen aus Bayreuth, der 1928 die Spitze seiner Karriere erreichte und zum Hessischen Innenminister berufen wurde.

Diese Tätigkeit als Innenminister wurde in den Mittelpunkt des Vortrags gestellt. Seine Aufbauarbeit für die demokratische Kommunalverfassung, für die Verkehrsinfrastruktur Hessens, die Ordnung des Polizeiwesens zur demokratischen Polizei im Rechtsstaat und seine innenpolitischen Auseinandersetzungen über das Landfahrergesetz, das ihm in der hessischen innenpolitischen Diskussion im Jahre 2011 herbe Kritik und Zweifel an seinem Widerstand von Teilen der hessischen CDU eintrug. Wolfgang Hasibether stellte klar, dass die Grundlage dieses Gesetzes keineswegs etwas mit der rassistischen, chauvinistischen Politik der Nationalsozialisten zu tun hatte, sondern ein ordnungspolitischer Versuch war, den Wanderungsbewegungen eine gewisse kommunale Kontrolle aufzuerlegen.

Weiterhin wurde die Auseinandersetzung um die sog. Boxheimer Dokumente im November 1931 vorgetragen. Schon zu diesem Zeitpunkt zeigte sich der Widerstand Leuschners gegen Hitler und der entschlossene Widerstandsgeist seiner Mitstreiter, Ludwig Schwamb und Carlo Mierendorff.

Der letzte Teil des Vortrags beschäftige sich mit dem Widerstand Leuschners ab 1934, nachdem er ein Jahr in KZ-Haft gewesen war, und sein Wirken im Führerkreis der vereinigten Gewerkschaften sowie seine Kontakte zu allen weltanschaulichen Widerstandslagern im Militär, im Adel, in den Kirchen und der bürgerlich konservativen Opposition gegen Hitler. Sein von ihm organisiertes reichsweites Widerstandsnetz umfasste Zehntausende von ehemaligen Gewerkschaftern und Sozialdemokraten, die nach dem Putsch vom 20. Juli 1944 die politische Macht übernehmen sollten.

 In der Zusammenfassung würdigte Wolfgang Hasibether den Widerstandskämpfer Wilhelm Leuschner als aufrechten Demokraten, der einer der Mitbegründer des deutschen Sozialstaats und Verfassungsvater des Grundgesetzes nach 1945 war. Insbesondere seine organisatorische Idee von der Einheit aller Gewerkschaften in einer Einheitsorganisation wurde nach 1945 bei der Gründung des DGB (in abgewandelter Form auch des FDGB in der damaligen DDR) aufgegriffen. 

Wilhelm Leuschner ist damit für den deutschen demokratischen und sozialen Rechtsstaat als eine der wichtigsten Personen des 20. Jahrhunderts in die deutsche Geschichte eingegangen. Aber ebenso auch für eine europäische Friedensordnung.

Er verdient es, dem Vergessen entrissen, und so wie es in der Gedenkstättenarbeit der Wilhelm-Leuschner-Stiftung regional, national und international verankert ist, den kommenden Generationen als Vorbild vermittelt zu werden. 

Vortrag HIER als Download!

 
12. Bayreuther Gespräche „Kunst und Literatur" PDF Drucken E-Mail

12. Bayreuther Gespräche „Kunst und Literatur – Der deutsche Widerstand in Kunst und Literatur“

Am Todestag Wilhelm Leuschners, am 29. September, fanden in den Räumen des Wilhelm-Leuschner-Zentrums die 12. Bayreuther Gespräche statt. Als Thema wurde dieses Jahr „Kunst und Literatur – Der deutsche Widerstand in Kunst und Literatur“ behandelt.

Der Abend begann mit dem Lied der „Moorsoldaten“ gesungen und gespielt von Herbert Schmid und Peter Heidler.

Begrüßt wurden unsere zahlreichen Gäste vom Geschäftsführenden Stiftungsvorstand Wolfgang Hasibether.

Ursula Leibinger-Hasibether, Kunsthistorikerin aus Bayreuth, hielt einen Vortrag über „Kunst als Widerstand – Widerstand in der Kunst“. Dieses Thema besprach sie anhand von Werken des Österreichers Alfred Hrdlicka. Besonders hob sie den „Plötzenseer Totentanz“ hervor. Frau Leibinger-Hasibether stellte heraus, dass der große Unterschied zwischen den mittelalterlichen Totentänzen in der Kunst und diesem von Hrdlicka sei, dass die mittelalterlichen Totentänze Schicksals gegeben waren während diese neuen durch den Menschen verursacht wurden. Und somit kann man auch widerständig sein, in dem man sich gegen das stellt, was durch den Menschen verbrochen wird.

Im Anschluss an den Vortrag stellte Frau Beate Michl von der Bayerischen Landeszentrale für politische Bildungsarbeit in München, die Schriftstellerin aus Coburg Dr. Sabine Friedrich vor.

Frau Dr. Friedrich las aus ihrem Buch „Wer wir sind“, welches 2012 erschienen ist, Passagen über Cato Bontjes van Beek (Rote Kapelle), Hellmuth Graf James von Moltke und Marion und Peter Yorck von Wartenburg (Kreisauer Kreis). Das Publikum konnte Fragen stellen. Sie erzählte Anekdoten über den Schreibprozess des Buches und die Reaktionen darauf. Im Anschluss an die Lesung, die nicht nur Einzelne wirklich sehr berührt hat, spielten Herbert Schmid und Peter Heidler wieder auf.

Das Team der Wilhelm-Leuschner-Stiftung möchte sich nochmal ganz herzlich für die zahlreichen Gäste bedanken, aber vor allem für den sehr informativen und interessanten Vortrag von Frau Leibinger-Hasibether und der berührenden Lesung von Dr. Sabine Friedrich. Wir hoffen, dass es noch viele weitere geben wird.

Für Schulen besteht die Möglichkeit über die Wilhelm-Leuschner-Stiftung Lesungen mit der Autorin zu vereinbaren.

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Vorankündigung der Bayreuther Gespräche am 29. September 2016 PDF Drucken E-Mail

Die diesjährigen 12. Bayreuther Gespräche 2016 werden am Todestag von Wilhelm Leuschner im Wilhelm-Leuschner-Zentrum an der Herderstraße in Bayreuth durchgeführt. Wir freuen uns, für die Veranstaltung die renommierte Autorin Dr. Sabine Friedrich gewonnen zu haben, die aus ihrem umfangreichen Roman „Wer wir sind“ über die handelnden Personen des deutschen Widerstands  um den 20. Juli 1944 lesen wird. Die Kunsthistorikerin Ursula Leibinger-Hasibether wird die Wirkung des deutschen Widerstandsin der Kunst, insbesondere anhand des Zyklus des Wiener Bildhauers Alfred Hrdlicka, vorstellen. Moderiert wird die Veranstaltung von Beate Michl von der Bayerischen Landeszentrale für politische Bildungsarbeit, die die seit Jahren bewährte Zusammenarbeit zwischen Landeszentrale und Leuschner-Stiftung in ihrer Moderation wieder aufleben lässt.


Plakat 12. Bayreuther Gespräche als Download!

 
Arbeitsschwerpunkte in der Stiftung im ersten Halbjahr 2016 PDF Drucken E-Mail

 

Im 1. Halbjahr 2016 lag der Schwerpunkt unserer Arbeiten beim Archivprojekt „Digitalisierung des Leuschner-Nachlasses“. In diesem Projekt werden die Originalunterlagen aus dem Nachlass von Wilhelm Leuschner im Staatsarchiv Darmstadt und im Archiv der Wilhelm-Leuschner-Stiftung in Bayreuth vollständig digitalisiert und als sog. „angereicherter Nachlass Wilhelm Leuschner“ im internationalen EAD-Format (Midosa/METS) digital im Netz zugänglich gemacht. Das Projekt wird seit Sommer 2013 von der Hans-Böckler-Stiftung in Düsseldorf und vom Kulturfonds Bayern finanziell gefördert. Neben dieser Digitalisierung des Leuschner-Nachlasses wird zeitgleich die wissenschaftliche Biographie über Leben und Wirken Wilhelm Leuschners erstellt. Am Ende des Jahres 2016 soll die digitale Datei mit einem Umfang von ca. 30.000 Digitalisaten dann im Netz für die interessierte Öffentlichkeit zugänglich sein. Auf welcher Plattform dieser Zugang erfolgen wird, muss mit den finanziellen Förderern noch abgestimmt werden. Die wissenschaftliche Archivarbeit erfordert die gesamte Arbeitskapazität der Stiftungmitarbeiter_innen. Trotzdem fand neben dieser wissenschaftlichen Arbeit weiterhinein Schwerpunkt der Gedenkstättenarbeit im Rahmen der städtischen Wilhelm-Leuschner-Gedenkstätte statt. Im ersten Halbjahr waren neben der internationalen Arbeit mit dem deutsch-französische Gymnasium Saarbrücken und dem Gymnasium „Fossati da Pasano“ aus La Spezia zahlreiche Gruppen aus dem gewerkschaftlichen Umfeld im Leuschner-Zentrum und besuchten unter Führung der Stiftung die Gedenkstätte. Die Gedenkstätte hat inzwischen in der Archivausstellung im Leuschner-Zentrum einen zweiten Standort, bei dem die Archivalien für die Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden. So wurde am 11. Juni bei der Bayreuther Museumsnacht der Nachlass Leuschners anhand dieser Ausstellung erfahrbar gemacht.

Die Kooperationsverhandlungen mit der Stadt Bayreuth über einen Vertrag zur finanziellen Absicherung der Gedenkstättenarbeit der Stiftung wurden im ersten Halbjahr intensiviert und wir hoffen, diese erfolgreich im zweiten Halbjahr mit dem Kulturreferat der Stadt Bayreuth abschließen zu können. Hierzu tagte der Stiftungsrat in einer Sondersitzung und unsere auswärtigen Stiftungsratsmitglieder nahmen Gesprächskontakt mit dem Bayreuther Rathaus auf.

Die Sanierung des Leuschner-Zentrums wurde Anfang 2016 endgültig abgeschlossen und vom Bezirk Oberfranken und der Oberfrankenstiftung finanziell mit einem kleineren Beitrag bedacht.

Im zweiten Halbjahr 2016 werden die 12. Bayreuther Gespräche mit der Lesung von Sabine Friedrich aus ihrem Roman über den deutschen Widerstand wieder der Höhepunkt des Herbstprogramms sein. 

 
Bayreuther Museumsnacht PDF Drucken E-Mail

Wilhelm Leuschner Gedenkstätte BayreuthAm Samstag, 11. Juni, fand die Bayreuther Museumsnacht statt. Die Wilhelm-Leuschner-Stiftung beteiligte sich mit ihrem Leuschner-Zentrum und der darin befindlichen Archivausstellung über Leben und Wirken von Wilhelm Leuschner an dieser inzwischen zur Institution gewordenen Einrichtung Bayreuths.

Pünktlich um 19 Uhr standen die ersten Besucher vor der Tür und wurden in ca. einer Stunde durch das Zentrum geführt und die Ausstellung über Wilhelm Leuschner, die ausschließlich aus Archivgegenständen und Dokumenten aus dem Nachlass Leuschners zusammengestellt wurde. Anschließend folgte ein kleiner Sparziergang durch Moritzhöfen zu den Orten der Kindheit von Wilhelm Leuschner, z. B. das Kasernenviertel und der Röhrensee, um dann in der Gedenkstätte Leuschners in seinem Geburtshaus zu enden. Dort wurde durch die Ausstellung geführt. Die Mitarbeiter der Stiftung waren so zwischen 19 und 21 Uhr gut ausgelastet. Die Besucherzahlen hätten höher sein können, insgesamt war wohl die Beteiligung an der diesjährigen Museumsnacht nicht so gut wie in den vergangenen Jahren. Nichtsdestotrotz konnten sich die Besucher über die Arbeit der Stiftung und deren Gedenkstättenpädagogik informieren.

 
Projekttag der Leuschner-Stiftung mit Klassen aus La Spezia PDF Drucken E-Mail

Projekttag La Spezia / ItalienBereits zum sechsten Mal veranstaltete die Leuschner-Stiftung am 29. April 2016 einen Projekttag mit zwei Schulklassen aus La Spezia im Wilhelm-Leuschner-Zentrum und der Gedenkstätte. In diesem Jahr besteht die Schulpartnerschaft zwischen dem Richard-Wagner-Gymnasium Bayreuth und dem Gymnasium 'Fossati da Passano' in La Spezia seit 30 Jahren. Die letzte Aprilwoche 2016 in Bayreuth war deshalb diesem Jubiläum gewidmet. Schon vor einigen Wochen wurde das Jubiläum in La Spezia begangen. 

Im Rahmen des Austauschprogramms „Erasmus“ der Europäischen Union finden regelmäßig Bildungswochen in La Spezia und im Gegenzug in Bayreuth statt. Eingebettet in die Projektwoche ist auch seit Jahren ein Projekttag in Zusammenarbeit mit der Wilhelm-Leuschner-Stiftung. Damit wird die Städtepartnerschaft  zwischen Bayreuth und La Spezia mit Leben erfüllt. In diesem Jahr war für die Begegnungsarbeit als neuer Aspekt der Besuch des Leuschner-Archivs im Wilhelm-Leuschner-Zentrum und die Projektarbeit anschließend in der städtischen Leuschner-Gedenkstätte. Rund 30 Teilnehmende wurden an diesem Vormittag mit Leben und Vermächtnis Wilhelm Leuschners vertraut gemacht. Im Sommer ist ein Gegenbesuch der Stiftung in Einrichtungen italienischer Gedenkstätten in den Norditalienischen Provinzen Ligurien und Toskana beabsichtigt. Hierbei soll die Projektarbeit vertieft werden. Zurzeit werden die italienischen Texte zur Leuschner-Gedenkausstellung mit Hilfe der Deutschlehrerin Rossela Zeni vom 'Istituto Fassato da Passano' in La Spezia bearbeitet und wird dann Eingang in die Projekttagmaterialien finden.

 
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