Home
16 | 04 | 2014
Willkommen auf den Internetseiten der Wilhelm-Leuschner-Stiftung PDF Drucken E-Mail

Bayreuth ist die Geburtsstadt des Gewerkschafters, Politikers und antifaschistischen Widerstandskämpfers Wilhelm Leuschner, der hier am 15. Juni 1890 geboren wurde. Sein Geburtshaus in Moritzhöfen 25 ist seit September 2003 eine Gedenkstätte zur Erinnerung an sein Wirken. Zugleich ist es ein historischer Lernort für die nachwachsenden Generationen.    

Im Sinne des nachfolgenden Zitats aus der Aufgabenstellung der Bayerischen Gedenkstättenstiftung erfüllt die Stiftung ihr bürgerschaftliches Engagement:

 "Die Erinnerung an die nationalsozialistische Unrechtsherrschaft wach zu halten und die geschichtlichen Erfahrungen und die daraus gewonnenen Erkenntnisse weiter zu tragen, ist nicht alleine Aufgabe des Staates, sondern ihrem Wesen nach eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe. Sie kann nur erfolgreich sein, wenn sie von den maßgebenden Kräften der Gesellschaft mitgetragen wird, und muss diejenigen einbeziehen, die der Gedenkstättenarbeit in besonderer Weise verbunden sind."

Seit 1993 war der Bayreuther Verein für Sozial- und Kulturgeschichte e.V. um den Erhalt des Geburtshauses Wilhelm Leuschners bemüht. Nachdem es von der Stadt Bayreuth unter Denkmalschutz gestellt wurde und der im Jahr 2000 von den damaligen Eigentümern beantragte Abriss des Geburtshauses verhindert werden konnte, wurde  2003, nach der Hausrenovierung durch die neuen privaten Eigentümer, eine Gedenk- und Bildungsstätte in Kooperation zwischen der Stadt Bayreuth und der Wilhelm-Leuschner-Stiftung eingerichtet. 
 

Auf unseren Web-Seiten können Sie sich über Wilhelm Leuschner, seinen von uns wissenschaftlich betreuten Nachlass sowie über unsere Gedenkstättenarbeit informieren. Unter dem Menüpunkt "Kontakt" können Sie mit uns Verbindung aufnehmen. Für Vorschläge zur Verbesserung unseres Internetangebots wären wir sehr dankbar.
 
Mittelpunkt der Stiftungsarbeit PDF Drucken E-Mail

 

Im Jahr 2014 steht im Mittelpunkt der Stiftungsarbeit die Fortsetzung des im Sommer 2013 begonnenen Archivprojekts „Internetveröffentlichung des Nachlasses von Wilhelm Leuschner“ in Bayreuth und im Hessischen Staatsarchiv Darmstadt. Der Nachlass wird zurzeit digital bearbeitet und soll im Sommer 2015 in einem eigenen Internetportal gemeinsam mit dem Darmstädter Staatsarchiv im Internet der Öffentlichkeit zur Verfügung gestellt werden. Hierzu hat die Hans-Böckler-Stiftung ein Zweijahresprojekt der Stiftung finanziell gefördert. Dieses Projekt wird zugleich im Sommer 2015 durch die Veröffentlichung der neuen Leuschner-Biographie abgeschlossen werden. Neben dieser intensiven digitalen Bearbeitung der Archivalien wird im Untergeschoß des Leuschner-Zentrums das Archiv mit Ausstellungsstücken und entsprechenden Ausstellungsräumen zurzeit renoviert und soll im Herbst 2014 für die pädagogische Arbeit zur Verfügung stehen. Die Kooperationsverhandlungen mit der Stadt Bayreuth haben im Jahr 2014 eine erfreuliche Wendung genommen. Voraussichtlich werden wir bis zum Sommer einen neuen Kooperationsvertrag mit der Stadt Bayreuth über die Arbeit in der städtischen Gedenkstätte abschließen. Damit wird die seit 2002 anhaltende Zusammenarbeit erfolgreich fortgeführt werden können.

 
Pädagogische Arbeit der Wilhelm-Leuschner-Stiftung im Rahmen der internationalen Begegnungen in Bayreuth PDF Drucken E-Mail

Im Zuge der internationalen Arbeit der Wilhelm-Leuschner-Stiftung fand am Freitag, den 14. März 2014 ein Projekttag mit italienischen Schüler_innen aus La Spezia in der städtischen Wilhelm-Leuschner-Gedenkstätte statt.

Die seit Jahrzehnten bestehende Schulpartnerschaft des Richard-Wagner-Gymnasiums Bayreuth mit dem Gymnasium Istituto di Istruzione Secondaria Superiore „Fossati – Da Passano“, in La Spezia ermöglichte einer Gruppe von 25 Schüler_innen, im Rahmen einer Begegnungswoche in Bayreuth vom 9. bis 15. März 2014 auch einen Projekttag in der Städtischen Wilhelm-Leuschner-Gedenkstätte. Dieses Austauschprogramm des europäischen Förderprogramms Erasmus ermöglichte der Gruppe junger Leute in Bayreuth verschiedene kulturelle Einrichtungen kennen zu lernen. Die städtische Gedenkstätte und das nahe gelegene Wilhelm-Leuschner-Zentrum sind seit Jahren wichtige historische Orte der europäischen Erinnerungskultur. Seit 2010 hält die Stiftung engen Kontakt zu Einrichtungen italienischer Gedenkstätten in den norditalienischen Regionen Ligurien und Toskana (besonders in den Provinzen La Spezia, Massa Carrara und Lucca) und es finden jährlich Begegnungen mit italienischen Gruppen in Bayreuth und La Spezia statt.

Bei dem Projekttag führte der wissenschaftliche Leiter der Stiftung, Wolfgang Hasibether, die Schüler_innen in die Biographie Leuschners ein. Anhand italienischer Texte und der Übersetzung ihrer Lehrerin, Silvia Segalla, konnte die Gruppe junger Leute sich ein Bild über den deutschen Widerstand gegen Hitler machen und lernte einen der wichtigsten Widerstandskämpfer der deutschen Arbeiterbewegung gegen das Nazi-Regime kennen.

 
Zeitzeugengespräch mit Ajala Gabai aus Israel am 24. Januar 2014 PDF Drucken E-Mail

 

Im Rahmen des Bundesprogramms „Toleranz fördern – Kompetenz stärken“ fand am Freitag, den 24. Januar, das von der Wilhelm-Leuschner-Stiftung organisierte Zeitzeugengespräch mit Ayala Gabai in der Zamirhalle in Bayreuth statt. Diese hatte bereits am Montag den 20. Januar ein Zeitzeugengespräch mit Schüler_innen am Gymnasium Pegnitz absolviert. Ihre beeindruckende Schilderung des Überlebens des Holocaust in Holland im Jahre 1944 und ihre damit verbundene Familiengeschichte einer jüdischen Familie unter der Verfolgung der Nationalsozialisten machten großen Eindruck auf die Zuhörenden in der Zamirhalle. Sie wurde als Kleinkind von einer holländischen Familie vor der Verschleppung durch die Nazis versteckt. Ebenso wie ihre Mutter. Dieses tragische Schicksal hat sie selbst erst nach dem Tod ihrer Mutter in den 80er Jahren erfahren und selbst nach den holländischen Helfern in Europa geforscht, da sie seit 1950 in Israel aufwuchs und ihre Eltern ihr niemals dieses Schicksal erzählt hatten. Die Wilhelm-Leuschner-Stiftung hat dieses Zeitzeugengespräch gemeinsam mit Barbara Bayer vom Zamirchor vermittelt und Schüler_innen des Markgräfin-Wilhelmine-Gymnasiums und der Beruflichen Oberschule Bayreuth zu diesem Zeitzeugengespräch eingeladen.

Weiterlesen...
 
Besuch des Tivonchor aus Israel in der Leuschner-Gedenkstätte am 25.Januar 2014 PDF Drucken E-Mail

Im Rahmen des Toleranzprojektes waren auf Einladung des Zamirchores zwei Chöre aus Israel, darunter der Tivonchor zu Besuch in Bayreuth und gaben in der Region mehrere Konzerte. Zugleich wurde ein Begegnungsprogramm organisiert, bei dem die Wilhelm-Leuschner-Stiftung den Part übernahm, die Chormitglieder über mit der Geschichte des Widerstandskämpfers Wilhelm Leuschner vertraut zu machen. In diesem Rahmen wurde am Samstag, den 25. Januar, ein Besuch der Wilhelm-Leuschner-Gedenkstätte durchgeführt. In einer mehr als zweiständigen Veranstaltung wurde der deutsche Widerstand gegen das Naziregime erläutert und es fand eine interessante Diskussion mit den israelischen Besuchern über die Haltung der Deutschen gegenüber dem Naziregime statt. Die Israelis beeindruckte insbesondere die Tätigkeit der Wilhelm-Leuschner-Stiftung und sie waren voll des Lobes über die Aktivitäten hier in Bayreuth.

 
Termine
April 2014 Mai 2014
So Mo Di Mi Do Fr Sa
1 2 3 4 5
6 7 8 9 10 11 12
13 14 15 16 17 18 19
20 21 22 23 24 25 26
27 28 29 30
Kooperationspartner
 
Allianz gegen Rechtsextremismus in der Metropolregion Nürnberg

Bayerische Landeszentrale für politische Bildungsarbeit
 
 
Sponsoren

 Sparkasse Bayreuth

Möbel Hertel Bayreuth

Fa. Schlenck Bayreuth

Trautner-Bau

Fa. Kober & Tischer

Finanzielle Förderer


Besucher
Seitenaufrufe : 462136
Gäste
Wir haben 40 Gäste online