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22 | 10 | 2014
Willkommen auf den Internetseiten der Wilhelm-Leuschner-Stiftung PDF Drucken E-Mail

Bayreuth ist die Geburtsstadt des Gewerkschafters, Politikers und antifaschistischen Widerstandskämpfers Wilhelm Leuschner, der hier am 15. Juni 1890 geboren wurde. Sein Geburtshaus in Moritzhöfen 25 ist seit September 2003 eine Gedenkstätte zur Erinnerung an sein Wirken. Zugleich ist es ein historischer Lernort für die nachwachsenden Generationen.    

Im Sinne des nachfolgenden Zitats aus der Aufgabenstellung der Bayerischen Gedenkstättenstiftung erfüllt die Stiftung ihr bürgerschaftliches Engagement:

 "Die Erinnerung an die nationalsozialistische Unrechtsherrschaft wach zu halten und die geschichtlichen Erfahrungen und die daraus gewonnenen Erkenntnisse weiter zu tragen, ist nicht alleine Aufgabe des Staates, sondern ihrem Wesen nach eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe. Sie kann nur erfolgreich sein, wenn sie von den maßgebenden Kräften der Gesellschaft mitgetragen wird, und muss diejenigen einbeziehen, die der Gedenkstättenarbeit in besonderer Weise verbunden sind."

Seit 1993 war der Bayreuther Verein für Sozial- und Kulturgeschichte e.V. um den Erhalt des Geburtshauses Wilhelm Leuschners bemüht. Nachdem es von der Stadt Bayreuth unter Denkmalschutz gestellt wurde und der im Jahr 2000 von den damaligen Eigentümern beantragte Abriss des Geburtshauses verhindert werden konnte, wurde  2003, nach der Hausrenovierung durch die neuen privaten Eigentümer, eine Gedenk- und Bildungsstätte in Kooperation zwischen der Stadt Bayreuth und der Wilhelm-Leuschner-Stiftung eingerichtet. 
 

Auf unseren Web-Seiten können Sie sich über Wilhelm Leuschner, seinen von uns wissenschaftlich betreuten Nachlass sowie über unsere Gedenkstättenarbeit informieren. Unter dem Menüpunkt "Kontakt" können Sie mit uns Verbindung aufnehmen. Für Vorschläge zur Verbesserung unseres Internetangebots wären wir sehr dankbar.
 
„Zwischen Leid und Unbeugsamkeit“ 10. Bayreuther Gespräche 2014 PDF Drucken E-Mail

Zum zehnten Mal seit 2005 veranstaltete die Wilhelm-Leuschner-Stiftung am 27. September 2014 ein Symposium zum Widerstand gegen das NS-Regime in Europa während des 2. Weltkriegs in der Bayreuther Zamirhalle. In diesem Jahr gab die Tagung einen Einblick in die Erinnerungsarbeit in Italien und Deutschland. Mehr als einhundert Teilnehmende waren bei den drei Veranstaltungen der Bayreuther Gespräche aus dem Bundesgebiet und dem Ausland interessierte Gäste der Stiftung. Wie von Anbeginn an wurden die Gespräche auch heuer wieder gemeinsam mit der Bayerischen Landeszentrale für politische Bildungsarbeit und mit Unterstützung der Stadt Bayreuth sowie dem Förderverein Leuschner-Zentrum durchgeführt. Hinzu kamen bei den diesjährigen Veranstaltungen die Kooperation mit Arbeit und Leben Bayern, dem DGB Oberfranken und dem Zamirchor.

Zentraler Ausgangspunkt war der siebzigste Todestag von Wilhelm Leuschner, der am 29. September 1944 in Berlin-Plötzensee von den NS-Schergen ermordet wurde. Diesmal war die Brücke zur Erinnerungsarbeit in Europa der gewerkschaftliche Widerstand in der italienischen Region um La Spezia und der angrenzenden Toskana und Leuschners Widerstandnetz gewerkschaftlicher Vertrauensleute im Jahr 1944 im Deutschen Nationalsozialismus.

Zugleich mit dem siebzigsten Todestag jährten sich auch die SS-Massaker in den Alpi Apuane zum siebzigsten Mal. Im Frühjahr und Sommer 1944 wurden von den SS-Soldaten in den Bergen in der Nähe von La Spezia zivile Geiseln massenhaft ermordet. Über diese Ereignisse berichteten die Vertreter von italienischen Opferverbänden in La Spezia (Ligurien) und Fivizzano (Toskana) über den Aufstand der Arbeiterschaft gegen das NS-Besatzungsregime und die italienischen faschistischen Behörden der ‚Republica Sociale Italiano’ Benito Mussolinis und stellten dabei die heutigen Gedenkorte in der Umgebung von La Spezia vor.

Bei der Begrüßung durch Hans-Otto Hemmer, den Vorsitzenden des Stiftungsrats, wies dieser auf die langjährige Tradition der Bayreuther Gespräche hin und auf den diesjährigen Anlass zum Andenken an den Todestag Leuschners hin. Er betonte, dass die Bayreuther Gespräche ganz im Zeichen des europäischen, insbesondere des italienischen, Freiheitskampfes gegen Faschismus und Nationalsozialismus stehen. Daraus ergeben sich spezifische Konsequenzen und Lehren für unsere Gegenwart wie wir sie auch dem Vermächtnis Leuschners entnehmen können. Er wies weiter darauf hin, dass die WLS es sich weiterhin zur Aufgabe mache, dieses große und ehrenvolle Erbe Leuschners zu bewahren und für Gegenwart und Zukunft zugänglich und nutzbar zu halten.

Der zweite Bürgermeister der Stadt Bayreuth, Thomas Ebersberger, begrüßte die versammelten Gäste der Veranstaltung im Namen der Schirmherrin, Oberbürgermeisterin Brigitte Merk-Erbe, und wies auf die Verdienste der Leuschner-Stiftung für die Vertiefung der Partnerschaft zwischen Bayreuth uns La Spezia hin. Er betonte, die Verpflichtung der Stadt Bayreuth, dass Erbe Leuschner gemeinsam mit der Stiftung wach zu halten.

Die Rede zum Vermächtnis Leuschners hielt, anstelle des kurzfristig erkrankten DGB-Vorsitzenden Reiner Hoffmann, der bayerische DGB-Bezirksvorsitzende Matthias Jena. In seiner Rede über Leuschners Wirkung für die deutsche Gewerkschaftsbewegung und die Grundlagen für ein soziales Europa wurde vor allem das Vermächtnis der Einheitsgewerkschaft als bleibendes Erbe des gewerkschaftlichen Widerstands herausgestellt.

Neben dem gewerkschaftlichen Widerstand des Netzwerks Leuschners behandelten die drei italienischen Referent_innen die Verfolgung und den Widerstand um La Spezia und der angrenzenden Alpi Apuane im Sommer 1944 sowie den gewerkschaftlich organisierten Widerstand der italienischen Arbeiterschaft in der Region. Der Vertreter des historischen Instituts des Widerstands von La Spezia, Fabrizio Dellepiane, skizzierte in seiner Rede den Widerstand der Gewerkschaften in der Umgebung und der Stadt La Spezia im März 1944. In der ersten Märzwoche fanden in den Regionen Piemont, Ligurien und der Lombardei Generalstreiks statt. Acht Tage lang wurden die großen Industriestandort Mailand, Genua und Turin lahm gelegt, dann breitete sich der Streik auf andere Regionen aus: Emilia Romagna, Venetto und Toskana. Zwei Millionen Arbeiter_innen nahmen an der Bewegung teil, die von großen Demonstrationen von Bauern und Landfrauen in den ländlichen Gebieten unterstützt wurden, vor allem in der Emilia Romagna. Die Forderung der Arbeitschaft bestand in dem Versuch die repressiven Maßnahmen der faschistischen italienischen Polizei und der deutschen SS zu beseitigen. Sie forderten Lohnerhöhungen, wandten sich gegen die Kriegswirtschaft und kämpften ausreichende Nahrung. Die großen Industriellen Verweigerten die Verhandlungen mit den Arbeitern, sie solidarisierten sich mit der deutschen Besatzung und gaben dieser oftmals sogar die Liste der Streikenden. Weiterhin ging der Referent auf die Streikmaßnahmen in La Spezia ein, bei dem tagelang die Kriegsindustrie in der Stadt lahm gelegt wurde. In La Spezia beteiligten sich mehr als 10.000 Arbeiter_innen an den Streikmaßnahmen.

Im Anschluss an das Referat von Fabrizio Dellepiane stellte die Vorsitzende der Vereinigung der Angehörigen der Opfer, Doriana Ferrato, die Maßnahmen der deutschen Besatzung gegen die Zivilbevölkerung in La Spezia dar. Ihr Vortrag befasste sich mit den Deportationen durch die SS im Zeitraum von 1943 bis 1945. Allein aus La Spezia wurden 585 Menschen in die Konzentrationslager der Nationalsozialisten verschleppt, davon kehrten 235 nicht mehr zurück und starben in den Lagern. Die Verschleppung erfolgte zuerst in ein Konzentrationslager in Bozen und anschließend in Lager in Oberösterreich (Mauthausen) und auch nach Dachau, Flossenbürg und anderen berüchtigten Lagerorten.

Der Journalist Roberto Oligeri befasste sich in seinem Vortrag mit den besonders grausamen Vergeltungsaktionen der SS in den Alpi Apuane im Sommer 1944, bei denen die SS-Truppen als angebliche Vergeltungsaktionen für Partisanenangriffe auf deutsche Truppen jeweils für einen gefallenen deutschen Soldaten zehn zivile Geiseln erschießen ließen. Er schilderte insbesondere auch die Ermordung seiner Geschwister in dem Dorf San Terrenzo Monti und befasste sich mit der Aufarbeitung dieser Gräueltaten der SS in der Nachkriegszeit. Die drei Schilderungen der italienischen Referent_innen belegten eindrucksvoll wie tief die Wunden der Verbrechen der deutschen Besatzung bis heute nachwirken und verdeutlichen zugleich die beeindruckenden Gesten der Verständigung durch unsere europäischen Nachbarn.

In der anschließenden Diskussion wurde die Verarbeitung des NS-Terrors im heutigen Italien und in Deutschland mit den italienischen Referent_innen behandelt. Unter der Moderation von Beate Michl von der Bayerischen Landeszentrale für Bildungsarbeit entspann sich ein interessanter Diskurs über die Erinnerungsarbeit und die gesellschaftliche Aufarbeitung der historischen Ereignisse in Deutschland und Italien.

Die Bayreuther Gespräche waren der Auftakt für ein Jugendprojekt der WLS, das durch das Gedenkstättenprogramm des Bundes und des Landes Bayern ab 2015 finanziert werden und Schulklassen aus Italien und Deutschland zur gemeinsamen Erinnerungsarbeit zusammen führen soll.

Es ist geplant, die Erinnerungsorte in La Spezia, wo an die Opfer der Massaker und der Deportierten in deutsche Konzentrationslager gedacht wird und Erinnerungsorte in der Region Oberfranken aus der NS-Zeit in einem Projekt zu dokumentieren und für den Schüleraustausch lebendig werden zu lassen. Materialien in deutsch und italienisch zu den einzelnen Stationen des Gedenkens in Italien und Deutschland sollen für zukünftige Austauschprogramme erarbeitet werden. Hierzu werden die seit 2010 zwischen der WLS und den Vertretern der Stadt La Spezia und andere Orte in der Region entstandenen Kontakte weiter vertieft und der gegenseitige Austausch von Gruppen ausgeweitet werden.

Im Anschluss an die vierstündige Nachmittagsveranstaltung fand ein Empfang der Stadt Bayreuth für die Gäste der Bayreuther Gespräche statt, dem sich ein einstündiges Konzert des Zamirchors Bayreuth anschloss. Die Benefizveranstaltung zugunsten der Gedenkstättenarbeit der WLS stellte in den Mittelpunkt der vorgetragenen Lieder eine Komposition des jüdischen Komponisten Peter Noa, der 1909 in Nürnberg geboren wurde und von den Nationalsozialisten verfolgt wurde. Das Lied, das der Zamirchor vortrug, trug den Titel „Frieden, Freiheit, Arbeit und Brot“ und war damit eine treffende Erinnerung an den Widerstandskampf Wilhelm Leuschners.

 

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Ausstellung im ver.di Bildungszentrum Brannenburg PDF Drucken E-Mail

Wilhelm Leuschner im Ersten Weltkrieg - Eröffnung am Antikriegstag 1. September 2014

Am Montag, 1. September 2014 wurde im ver.di-Bildungszentrum Brannenburg die Ausstellung mit Bildern von Wilhelm Leuschner aus dem Ersten Weltkrieg mit zahlreichen interessierten Seminarteilnehmern eröffnet. Hundert Jahre nach Beginn des Ersten Weltkriegs und 75 Jahre nach Beginn des Zweiten Weltkriegs wurde im gewerkschaftlichen Bildungszentrum Brannenburg an den Schrecken der Kriege erinnert und ein Zeichen für den Einsatz für eine friedliche Zukunft in Europa  gesetzt. Die Kriegserfahrungen Leuschners, dem ‚Vater der Einheitsgewerkschaft‘, wurden so genutzt gegen Krieg und Völkermord einzutreten und in der Bildungsarbeit für ein friedliches Zusammenleben der Völker Europas und in der Welt einzutreten.

Die Bilder aus dem Leuschner-Nachlass im Archiv der Stiftung werden zurzeit in einem Archivprojekt der Wilhelm-Leuschner-Stiftung, gefördert durch die Hans-Böckler-Stiftung, biographisch eingeordnet und digital für ein Internetportal aufbereitet.
Daneben werden Archivalien aus dem Nachlass sowohl im Leuschner-Zentrum Bayreuth wie an anderen Orten thematisch aufbereitet und in Ausstellungen der Öffentlichkeit vorgestellt. Es ist der Anspruch der Stiftung das digitale und das originale Leuschner-Archiv auch in traditioneller Form zu veröffentlichen und in der Bildungsarbeit zu präsentieren. Dazu dient auch die wissenschaftliche Zusammenarbeit mit dem Hessischen Staatsarchiv Darmstadt, mit dem die Stiftung u.a. einen Gedenkort an Leuschner und seine Mitstreiter im Widerstand gegen das Nazi-Regime bis Sommer 2015 im Kollegienhaus Darmstadt einrichtet.
Für die Ausstellung in Brannenburg wurden auf 12 DIN A 1-Schautafeln rund 50 Exponate aus den Weltkriegsbildern im Bayreuther Archiv ausgewählt und mit kommentierenden Texten und einem Begleitmaterial versehen. Sie sind bis Februar 2015 im Bildungszentrum für die Seminarteilnehmenden zu sehen und vermitteln einen Eindruck der Sichtweise Leuschners im Blick auf seine Kriegserfahrungen im Ersten Weltkrieg. Bilder von der Ostfront in Pinsk in Weißrussland 1917 und von der Westfront in Frankreich vor Verdun vermitteln Eindrücke vom subjektiven Empfinden des Kriegsgeschehens des zukünftigen Gewerkschaftsführers und Widerstands-kämpfers Leuschner, die sein Leben wesentlich geprägt haben.
Mit Hilfe der im Archiv in Darmstadt verwahrten Kriegsnotizen wird dieser Abschnitt seiner Biographie, der eine Zäsur seines bisherigen Lebens darstellte, für den Betrachter zugänglich.
In der Ausstellungseröffnung skizzierte der wissenschaftliche Leiter der Leuschner-Stiftung, Wolfgang Hasibether, seine Kriegseindrücke und verglich sie mit dem distanzierten Verhalten eines teilnehmenden Beobachters, wie etwa eines Kriegsreporters, der in Bild und Wort Gräuel des Krieges wahrnimmt um aus der Distanz und nüchterner Schilderung des Geschehens diese Schreckensbilder ertragen zu können. Im Anschluss an die Erläuterung der Bildtafeln wurde eine Einführung in Bilder des Krieges von Otto Dix und Max Beckmann durch die Kunsthistorikerin Ursula Leibinger-Hasibether gegeben, die Zeichnung von Dix und Beckmann in Beziehung zu Leuschners Kriegserfahrungen stellte. Allen drei sei gemeinsam, dass sie als Zeugen des Grauens, mit dem Mittel der Distanz und des Festhaltens in Wort und Bild, dieses zu ertragen suchten. Die Ausstellung wird von Seminarbesucher_innen aus ganz Deutschland bei den Kursen im Bildungszentrum zugänglich und in der Bildungsarbeit des nächsten halben Jahres eingesetzt.

Hier finden Sie den Begleittext zur Ausstellung!

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Wilhelm Leuschner und der 20. Juli 1944 PDF Drucken E-Mail

Aus Anlass des 70. Jahrestages des Putschversuches vom 20. Juli 1944 fand im DGB Haus Stuttgart am 16. Juli eine Veranstaltung zur Bedeutung Leuschners für die Putschpläne der Militärs um Graf Stauffenberg statt. Die Tradition der Gedenktage am 20. Juli in den vergangenen Jahrzehnten fokussierte stets die Bedeutung der Militärs bei diesem Attentat auf Adolf Hitler, das die gesamte Führungsspitze des NS-Regimes beseitigen sollte. Der militärische Widerstandskreis um Stauffenberg, der seit 1942 im engen Kontakt mit Wilhelm Leuschner bei der Entwicklung der Putschpläne stand, wurde bei diesen Gedenkveranstaltungen in den historischen Mittelpunkt gestellt.

Die Rolle des gewerkschaftlichen Widerstand und des Widerstands der deutschen Arbeitbewegung gegen das NS-Regime spielte dabei bis heute keine tragende Rolle. Durch die Forschungen der letzten Jahrzehnte ist jedoch festzuhalten, dass die Militärs ihren Staatsstreich niemals versucht hätten, hätte es nicht das zivile Widerstandsnetz, dessen zentraler Mittelpunkt Wilhelm Leuschner war, gegeben. Ohne dieses Netz der gewerkschaftlichen Vertrauensleute, das Wilhelm Leuschner seit 1934 in verschiedenen Etappen immer wieder neu aufbauen musste, und das im Sommer 1944 im Untergrund bereit stand, nach dem erfolgreichen Putsch, die Macht zu übernehmen, hätten die Militärs diesen Staatsstreich niemals durchführen können.

 
Kooperation der Wilhelm-Leuschner-Stiftung mit dem Hessischen Staatsarchiv Darmstadt PDF Drucken E-Mail

Seit Sommer 2013 hat die Wilhelm-Leuschner-Stiftung im Zuge des Aufbaus des Wilhelm-Leuschner-Zentrums in der Herderstraße 29 ein Projekt entwickelt, den Nachlass Leuschners im Hessischen Staatsarchiv Darmstadt und dem Nachlass Leuschners im Archiv der Stiftung digital zusammen zu führen. Dieses Archiv soll mit anderen Sammlungsstücken im Wilhelm-Leuschner-Zentrum ab 2015 der Öffentlichkeit sowohl bei der Gedenkstättenpädagogik als auch bei anderen Bildungsveranstaltungen zugänglich gemacht werden. Im Zuge der Sanierung des Leuschner-Zentrums wird im Herbst 2014 nach Abschluss der Bausanierung im Untergeschoß des Zentrums eine Archivausstellung in Ergänzung zur Ausstellung im Leuschner-Geburtshaus eingerichtet. Sowohl in elektronischer wie in analoger Weise werden Archivbestände für Besucher ausgestellt als auch als pädagogisches Material für die Gedenkstättenarbeit eingesetzt. Dieses Projekt wird von der Hans-Böckler-Stiftung für zwei Jahre finanzielle unterstützt, ebenso wie der Kulturfonds Bayern einen Teil der Kosten bezuschusst. Im Rahmen dieses von 2013 bis 2015 laufenden Projekts wird am 29. September 2014 im Haus des Hessischen Staatsarchivs Darmstadt ein wissenschaftliches Symposium anlässlich des 70. Todestages von Wilhelm Leuschner stattfinden. Das Darmstädter Archiv veranstaltet dieses Symposium in Kooperation mit der Wilhelm-Leuschner-Stiftung und wird über den Nachlass Leuschners in Bayreuth und Darmstadt informieren. Weiterhin werden Dr. Axel Ulrich, Prof. Dr. Peter Steinbach, Prof. Dr. Michael Schneider und andere über die Bedeutung Wilhelm Leuschners im deutschen Widerstand gegen das NS-Regmine referieren. Die Tagung würdigt die zentrale Rolle Leuschners in Zusammenhang mit dem 20. Juli 1944 und den Putschversuch des militärischen Widerstandes.

Hier finden Sie den Programmflyer!
 
Gedenkveranstaltung am 29.09.2014 PDF Drucken E-Mail

Der DGB Hessen und der DGB Region Frankfurt veranstalten am 70. Todestag Wilhelm Leuschners, am 29.September 2014, um 19.00 Uhr im Frankfurter DGB-Haus eine Gedenkveranstaltung zum Jahrestag der Ermordung von Wilhelm Leuschner.
Bei dieser Veranstaltung werden die beiden Stiftungsmitglieder, Dr. Axel Ulrich und Wolfgang Hasibether, über die Wirkung und das Vermächtnis Wilhelm Leuschners für heute sprechen.
Der Vater der Einheitsgewerkschaft wird bei dieser Veranstaltung in seiner Wirkung als maßgeblicher Gewerkschafter in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts als Begründer der Idee der Einheitsgewerkschaft und in seinem Wirken im Widerstand gegen den Hitler-Faschismus von den Referenten ausführlich gewürdigt.

Hier finden Sie den Programmflyer!

 
Erfolgreiche Museumsnacht PDF Drucken E-Mail

Wie seit 2004 hat sich die Wilhelm-Leuschner-Stiftung auch heuer wieder am Samstag, den 17. Mai 2014 an der Museumsnacht der Stadt Bayreuth beteiligt. In der Wilhelm-Leuschner-Gedenkstätte wurde ab 19.00 Uhr ein Dokumentarfilm zum Leben und Wirken Wilhelm Leuschners den Besuchern vorgeführt. Im Mittelpunkt der Führungen war der Todestag von Wilhelm Leuschner, der sich heuer am 29. September zum 70. Mal jährt.

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Internationale Begegnung La Spezia PDF Drucken E-Mail

Vom 12.04. bis 19.04.2014
In der Karwoche 2014 absolvierte in Vorbereitung der 10. Bayreuther Gespräche der Vorstand der Wilhelm-Leuschner-Stiftung in La Spezia ein Programm zur Erinnerungskultur in dieser Partnerregion Bayreuths. Von Fabrizio Dellepiane, aus der Stadtverwaltung La Spezia, unserem langjährigen Kooperationspartner, wurde ein umfangreiches Begegnungsprogramm zusammengestellt.

Am Anfang der Woche besuchten wir das Istituto Superiore „Agostino Fossati – Manfredo Da Passano“ La Spezia. Unter der fachkompetenten Führung von Silvia Segalla, der dortigen Deutschlehrerin und Beauftragten für europäische Kontakte, lernten wir die Einrichtung des technisch und naturwissenschaftlich ausgerichteten Gymnasiums kennen und im Gespräch mit Prof. Paolo Manfredini unterhielten wir uns über die Möglichkeiten des Schüleraustausches zwischen Bayreuth und La Spezia. Zugleich konnten wir uns mit dem Schulleiter, der an diesem Tag zum Präsidente di Consiglio Communale gewählt wurde, über die Stadtpolitik in La Spezia im Vergleich zur Kommunalpolitik in Bayreuth austauschen.

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Kooperationspartner
Allianz gegen Rechtsextremismus in der Metropolregion Nürnberg

Bayerische Landeszentrale für politische Bildungsarbeit
 
 
Sponsoren

 Sparkasse Bayreuth

Möbel Hertel Bayreuth

Fa. Schlenck Bayreuth

Trautner-Bau

Fa. Kober & Tischer

Finanzielle Förderer

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