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29 | 08 | 2015
Willkommen auf den Internetseiten der Wilhelm-Leuschner-Stiftung PDF Drucken E-Mail

Bayreuth ist die Geburtsstadt des Gewerkschafters, Politikers und antifaschistischen Widerstandskämpfers Wilhelm Leuschner, der hier am 15. Juni 1890 geboren wurde. Sein Geburtshaus in Moritzhöfen 25 ist seit September 2003 eine Gedenkstätte zur Erinnerung an sein Wirken. Zugleich ist es ein historischer Lernort für die nachwachsenden Generationen.    


Im Sinne des nachfolgenden Zitats aus der Aufgabenstellung der Bayerischen Gedenkstättenstiftung erfüllt die Stiftung ihr bürgerschaftliches Engagement:

 "Die Erinnerung an die nationalsozialistische Unrechtsherrschaft wach zu halten und die geschichtlichen Erfahrungen und die daraus gewonnenen Erkenntnisse weiter zu tragen, ist nicht alleine Aufgabe des Staates, sondern ihrem Wesen nach eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe. Sie kann nur erfolgreich sein, wenn sie von den maßgebenden Kräften der Gesellschaft mitgetragen wird, und muss diejenigen einbeziehen, die der Gedenkstättenarbeit in besonderer Weise verbunden sind."

Seit 1993 war der Bayreuther Verein für Sozial- und Kulturgeschichte e.V. um den Erhalt des Geburtshauses Wilhelm Leuschners bemüht. Nachdem es von der Stadt Bayreuth unter Denkmalschutz gestellt wurde und der im Jahr 2000 von den damaligen Eigentümern beantragte Abriss des Geburtshauses verhindert werden konnte, wurde  2003, nach der Hausrenovierung durch die neuen privaten Eigentümer, eine Gedenk- und Bildungsstätte in Kooperation zwischen der Stadt Bayreuth und der Wilhelm-Leuschner-Stiftung eingerichtet. 
 

Auf unseren Web-Seiten können Sie sich über Wilhelm Leuschner, seinen von uns wissenschaftlich betreuten Nachlass sowie über unsere Gedenkstättenarbeit informieren. Unter dem Menüpunkt "Kontakt" können Sie mit uns Verbindung aufnehmen. Für Vorschläge zur Verbesserung unseres Internetangebots wären wir sehr dankbar.
 
11. Bayreuther Gespräche PDF Drucken E-Mail

Am 26. September 2015 finden die diesjährigen Bayreuther Gespräche der Wilhelm-Leuschner-Stiftung im Wilhelm-Leuschner-Zentrum, in der Herderstraße 29 in Bayreuth statt. Zu dieser Veranstaltung gibt es vorab das Programm als PDF-Datei zum Download. Bitte beachten Sie, dass bis zum Beginn der Veranstaltung noch Programmänderungen möglich sind. Wir informieren sie hier auf unserer Website.

 
Harald Weinberg, MdB im Leuschner-Zentrum PDF Drucken E-Mail

Harald Winberg MdBBereits zum zweiten Mal war MdB Harald Weinberg, Linksfraktion im Deutschen Bundestag, zu Gast bei der Wilhelm-Leuschner-Stiftung. Anlässlich einer Aktion zur Verbesserung der Beschäftigungssituation im Gesundheitswesen besuchte er das neu eröffnete Leuschner-Zentrum. Im Rahmen der Sommertour informierte er sich über den aktuellen Stand des Archiv-Projekts, welches durch die Hans-Böckler-Stiftung gefördert wird und besichtigte die Archiv-Räume der Stiftung mit dem dort verwahrten Nachlass Leuschners. Selbst Mitglied des Fördervereins Leuschner-Zentrums versicherte er dem Stiftungsvorstand sich auch weiterhin für Spenden für die unverzichtbare Arbeit der Stiftung zur Wahrung des Vermächtnisses Leuschners einzusetzen.

 
Eröffnung des Wilhelm-Leuschner-Zentrums Bayreuth zum 125. Geburtstag von Wilhelm Leuschner PDF Drucken E-Mail

 

 Der 125. Geburtstag Wilhelm Leuschners am 15. Juni 2015 war für die Wilhelm-Leuschner-Stiftung der Anlass, an den Kämpfer für Demokratie und soziale Gerechtigkeit zu erinnern und dies mit der offiziellen Eröffnung des Wilhelm-Leuschner-Zentrums Bayreuth zu verbinden. Im vollbesetzten Zentrum würdigten die Landtagsvizepräsidentin Ulrike Gote, die Bayreuther Oberbürgermeisterin Brigitte Merk-Erbe und der Geschäftsführer des DGB Oberfranken, Mathias Eckardt, in ihren Grußworten die Verdienste Leuschners im Kampf für Freiheit und Menschenrechte gegen das NS-Regime. Vizepräsidentin Ulrike Gote hob vor allem das Erbe Leuschners für den Kampf gegen den heutigen Rechtsextremismus hervor und bezeichnete das Zentrum als wichtigen Meilenstein für die Bildungsarbeit in der heutigen Zeit gerade in Oberfranken, die insbesondere die Themen Migration, Toleranz und Demokratie zum Inhalt haben muss. Die Bayreuther Oberbürgermeisterin Merk-Erbe verwies auf die Notwendigkeit, das Erbe Leuschners wach zu halten und betonte die Zusammenarbeit zwischen Leuschner-Stiftung und Stadt Bayreuth, die sich in den letzten Jahrzehnten positiv entwickelt habe. Mathias Eckardt vom DGB Oberfranken betonte das notwendige Erinnern an das Vermächtnis Leuschners, der die Einheitsgewerkschaft begründete und die Einheit der Demokraten forderte.

 

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Internationaler Projekttag mit Schulgruppe aus La Spezia in der Gedenkstätte PDF Drucken E-Mail

Ital. Projekttag in der Leuschner Gedenkstätte

Die seit langen Jahren bestehende Tradition der internationalen Zusammenarbeit zwischen der Wilhelm-Leuschner-Stiftung und schulischen Einrichtungen in La Spezia wurde am 24. April 2015 erneut mit einem Projekttag in der Wilhelm-Leuschner-Gedenkstätte fortgesetzt. Rund 30 Teilnehmende wurden von dem wissenschaftlichen Leiter der WLS, Wolfgang Hasibether, mit Leben und Wirken Wilhelm Leuschners an einem Projekttag in der Gedenkstätte vertraut gemacht. Unter Leitung der italienischen Deutschlehrerin Silvia Segalla und der Italienischlehrerin aus La Spezia und der Italienischlehrerin am Bayreuther Richard-Wagner-Gymnasium  Anne-Kathrin Saathoff-Stark besuchte die Schulgruppe aus La Spezia die Gedenkstätte und wurde anhand von italienischen Texten der Stiftung mit der Biographie Wilhelm Leuschners bekannt gemacht. Im Mittelpunkt der Ausführungen stand insbesondere der 70. Jahrestag der Befreiung am 8. Mai 1945, der zum Ausgangspunkt für den Widerstand der deutschen Arbeiterbewegung gemacht wurde. In interessanten Diskussionen mit den Schülerinnen wurde die Tradition des deutschen Widerstands erläutert und von den Italienern mit Interesse aufgenommen.


 

 
Sanierung des Wilhelm Leuschner-Zentrums nach zwei Jahren abgeschlossen PDF Drucken E-Mail

Seit dem Einzug im Juli 2012 wurde das damals völlig herunter gekommene Anwesen für die Zwecke der Wilhelm-Leuschner-Stiftung umfassend saniert. In drei Bauabschnitten wurden zuerst die Außenanlagen und das Erdgeschoß für die Seminar- und Arbeitsräume sowie die Bibliothek des Archivs der Stiftung hergerichtet. Dieser erste Bauabschnitt wurde Anfang 2013 beendet und ermöglichte ein völlig neues Arbeitsumfeld für die seit 12 Jahren geleistete Stiftungsarbeit. In einem zweiten Schritt wurde die Dämmung des Hauses und die Dämmung des Untergeschoßes mit umfangreichen Erdarbeiten und Fassadenarbeiten zum Abschluss gebracht. Im Herbst 2013 war dieser Sanierungsabschnitt beendet. Seit Anfang 2014 wurde im dritten Sanierungsabschnitt das Untergeschoß des Zentrums vom Keller in einen Archivbereich umgewandelt. 

Die umfangreichen Arbeiten zur Beseitigung der Kellerfeuchte wurden mit neuen Böden, entsprechenden Außendämmungen und der Einrichtung der Räume Ende September 2014 zum Abschluss gebracht. Seit dem ist die auf über 200 qm angelegte Arbeit der Gedenkstättenpädagogik, der wissenschaftlichen Forschung und der Veröffentlichung des Nachlasses von Wilhelm Leuschner in vollem Gange. Das Archivgeschoß wird bis zum Sommer 2015 in einem vierten Abschnitt zu einem Archiv ausgestattet mit Ausstellungsräumen, die eine Veröffentlichung der Dokumente und Bilder des Leuschner-Nachlasses, die sich im Besitz der Stiftung befinden, ermöglichen.

 
Ausstellung im ver.di Bildungszentrum Brannenburg PDF Drucken E-Mail

Wilhelm Leuschner im Ersten Weltkrieg - Eröffnung am Antikriegstag 1. September 2014

Am Montag, 1. September 2014 wurde im ver.di-Bildungszentrum Brannenburg die Ausstellung mit Bildern von Wilhelm Leuschner aus dem Ersten Weltkrieg mit zahlreichen interessierten Seminarteilnehmern eröffnet. Hundert Jahre nach Beginn des Ersten Weltkriegs und 75 Jahre nach Beginn des Zweiten Weltkriegs wurde im gewerkschaftlichen Bildungszentrum Brannenburg an den Schrecken der Kriege erinnert und ein Zeichen für den Einsatz für eine friedliche Zukunft in Europa  gesetzt. Die Kriegserfahrungen Leuschners, dem ‚Vater der Einheitsgewerkschaft‘, wurden so genutzt gegen Krieg und Völkermord einzutreten und in der Bildungsarbeit für ein friedliches Zusammenleben der Völker Europas und in der Welt einzutreten.

Die Bilder aus dem Leuschner-Nachlass im Archiv der Stiftung werden zurzeit in einem Archivprojekt der Wilhelm-Leuschner-Stiftung, gefördert durch die Hans-Böckler-Stiftung, biographisch eingeordnet und digital für ein Internetportal aufbereitet.
Daneben werden Archivalien aus dem Nachlass sowohl im Leuschner-Zentrum Bayreuth wie an anderen Orten thematisch aufbereitet und in Ausstellungen der Öffentlichkeit vorgestellt. Es ist der Anspruch der Stiftung das digitale und das originale Leuschner-Archiv auch in traditioneller Form zu veröffentlichen und in der Bildungsarbeit zu präsentieren. Dazu dient auch die wissenschaftliche Zusammenarbeit mit dem Hessischen Staatsarchiv Darmstadt, mit dem die Stiftung u.a. einen Gedenkort an Leuschner und seine Mitstreiter im Widerstand gegen das Nazi-Regime bis Sommer 2015 im Kollegienhaus Darmstadt einrichtet.
Für die Ausstellung in Brannenburg wurden auf 12 DIN A 1-Schautafeln rund 50 Exponate aus den Weltkriegsbildern im Bayreuther Archiv ausgewählt und mit kommentierenden Texten und einem Begleitmaterial versehen. Sie sind bis Februar 2015 im Bildungszentrum für die Seminarteilnehmenden zu sehen und vermitteln einen Eindruck der Sichtweise Leuschners im Blick auf seine Kriegserfahrungen im Ersten Weltkrieg. Bilder von der Ostfront in Pinsk in Weißrussland 1917 und von der Westfront in Frankreich vor Verdun vermitteln Eindrücke vom subjektiven Empfinden des Kriegsgeschehens des zukünftigen Gewerkschaftsführers und Widerstands-kämpfers Leuschner, die sein Leben wesentlich geprägt haben.
Mit Hilfe der im Archiv in Darmstadt verwahrten Kriegsnotizen wird dieser Abschnitt seiner Biographie, der eine Zäsur seines bisherigen Lebens darstellte, für den Betrachter zugänglich.
In der Ausstellungseröffnung skizzierte der wissenschaftliche Leiter der Leuschner-Stiftung, Wolfgang Hasibether, seine Kriegseindrücke und verglich sie mit dem distanzierten Verhalten eines teilnehmenden Beobachters, wie etwa eines Kriegsreporters, der in Bild und Wort Gräuel des Krieges wahrnimmt um aus der Distanz und nüchterner Schilderung des Geschehens diese Schreckensbilder ertragen zu können. Im Anschluss an die Erläuterung der Bildtafeln wurde eine Einführung in Bilder des Krieges von Otto Dix und Max Beckmann durch die Kunsthistorikerin Ursula Leibinger-Hasibether gegeben, die Zeichnung von Dix und Beckmann in Beziehung zu Leuschners Kriegserfahrungen stellte. Allen drei sei gemeinsam, dass sie als Zeugen des Grauens, mit dem Mittel der Distanz und des Festhaltens in Wort und Bild, dieses zu ertragen suchten. Die Ausstellung wird von Seminarbesucher_innen aus ganz Deutschland bei den Kursen im Bildungszentrum zugänglich und in der Bildungsarbeit des nächsten halben Jahres eingesetzt.

Hier finden Sie den Begleittext zur Ausstellung!

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Wilhelm Leuschner und der 20. Juli 1944 PDF Drucken E-Mail

Aus Anlass des 70. Jahrestages des Putschversuches vom 20. Juli 1944 fand im DGB Haus Stuttgart am 16. Juli eine Veranstaltung zur Bedeutung Leuschners für die Putschpläne der Militärs um Graf Stauffenberg statt. Die Tradition der Gedenktage am 20. Juli in den vergangenen Jahrzehnten fokussierte stets die Bedeutung der Militärs bei diesem Attentat auf Adolf Hitler, das die gesamte Führungsspitze des NS-Regimes beseitigen sollte. Der militärische Widerstandskreis um Stauffenberg, der seit 1942 im engen Kontakt mit Wilhelm Leuschner bei der Entwicklung der Putschpläne stand, wurde bei diesen Gedenkveranstaltungen in den historischen Mittelpunkt gestellt.

Die Rolle des gewerkschaftlichen Widerstand und des Widerstands der deutschen Arbeitbewegung gegen das NS-Regime spielte dabei bis heute keine tragende Rolle. Durch die Forschungen der letzten Jahrzehnte ist jedoch festzuhalten, dass die Militärs ihren Staatsstreich niemals versucht hätten, hätte es nicht das zivile Widerstandsnetz, dessen zentraler Mittelpunkt Wilhelm Leuschner war, gegeben. Ohne dieses Netz der gewerkschaftlichen Vertrauensleute, das Wilhelm Leuschner seit 1934 in verschiedenen Etappen immer wieder neu aufbauen musste, und das im Sommer 1944 im Untergrund bereit stand, nach dem erfolgreichen Putsch, die Macht zu übernehmen, hätten die Militärs diesen Staatsstreich niemals durchführen können.

 
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Kooperationspartner
Allianz gegen Rechtsextremismus in der Metropolregion Nürnberg

Bayerische Landeszentrale für politische Bildungsarbeit
 
 
Sponsoren

 Sparkasse Bayreuth

Möbel Hertel Bayreuth

 

Trautner-Bau

Fa. Kober & Tischer

Finanzielle Förderer

fvlz

 

Bayerische Landesstiftung

 Bayerische Landesstiftung

 

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