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17 | 12 | 2018
1. Bayreuther Gespräche Drucken E-Mail

Bayreuths Oberbürgermeister Dr. Dieter Mronz erinnerte bei seinem Grußwort für die Bürgerschaft Bayreuths an den 61. Todestag Wilhelm Leuschners am 29. September, der Anlass für die Bayreuther Gespräche 2005 gewesen sei. Es erfülle ihn mit besonderem Stolz, dass die Absicht der Nazis, die Erinnerung an die Männer und Frauen des 20. Juli 1944 durch das Verbrennen der Opfer und das Zerstreuen ihrer Asche auf den Rieselfeldern im Westen Berlins auszulöschen, nicht gelungen sei. Vielmehr wurde in Bayreuth mit der Errichtung der Wilhelm-Leuschner-Gedenkstätte in seinem Geburtshaus in Moritzhöfen mit Unterstützung der Wilhelm-Leuschner-Stiftung und der Oberfranken-Stiftung eine würdevolle Stätte der Erinnerung vor zwei Jahren geschaffen. Mit der Ausrichtung der Bayreuther Gespräche leiste die federführende Wilhelm-Leuschner-Stiftung und die Volkshochschule Bayreuth einen wichtigen Beitrag zur politischen Bildungsarbeit ganz im Geiste des Vermächtnisses von Wilhelm Leuschner, dem großen Sohn der Stadt Bayreuth. Besonders wertvoll sei hierbei der Beitrag der Bayerischen Landeszentrale für politische Bildungsarbeit in München, die wesentlich zum finanziellen und inhaltlichen Gelingen der Veranstaltung beitrüge. Er dankte allen Kooperationspartnern, die sich zu diesen Veranstaltungen zusammengefunden hätten und zeigte sich überzeugt, dass wichtige Denkanstösse von den Bayreuther Gesprächen 2005 ausgehen werden.

Der Stiftungsratsvorsitzende Hans Otto Hemmer begrüßte für die Wilhelm-Leuschner-Stiftung die Tagungsteilnehmer und erläuterte die grundlegenden Überlegungen für die Ausrichtung der Bayreuther Gespräche. Sie sollen ein Auftakt sein für eine zukünftig jährlich stattfindende Reihe von Gesprächen immer am Todestag Leuschners und ausgehend vom Erbe des deutschen Widerstands den gesellschaftlichen, politischen und kulturellen Dialog im aktuellen Kontext der heutigen Zeit befördern. Er wünschte sich, dass die Veranstaltungen des Wochenendes ein guter Auftakt für eine lange Reihe von Bayreuther Gesprächen werden möge.

Der stellvertretende Leiter der Bayerischen Landeszentrale für Politische Bildungsarbeit in München, Werner Karg, bedanke sich in seinem Grußwort bei den Kooperationspartner vor Ort und betonte, dass Einrichtungen wie die Wilhelm-Leuschner-Stiftung, die erhebliche Schwierigkeiten in der Aufbauarbeit überwinden musste, für die Landeszentrale von immenser Bedeutung. Das Bayerische Kultusministerium will dabei nicht nur an den beiden großen Gedenkstätten Dachau und Flossenbürg die Erinnerung an die Gräuel der Nazizeit wach halten, sondern auch durch solche Einrichtungen in der Region und in der Fläche.

Prof. Hans MommsenAls besonderen Gast konnten wir Prof. Hans Mommsen begrüßen, der einen Vortrag über die heutige Bedeutung des Widerstands gegen die NS-Diktatur hielt.
Am Samstag Vormittag des darauffolgenden Tages  eröffnete Wolfgang Hasibether das Symposion zum Verrmächtnis des Widerstands und konnte auch hier Prof. Hans Mommsen als Gastreferent begrüßen.

In diesem Symposion sollen die ethischen und moralischen Grundlagen des deutschen Widerstands für unsere heutige Zeit im Gespräch erörtert werden. Die zentralen Fragen dabei lauten: „Gibt es ein Vermächtnis des deutschen Widerstands für unsere heutige Politik?“ und „Welches Gesellschaftsbild der verschiedenen Widerstandsgruppen kann in der heutigen Zeit der Herausforderung durch die ‚Globalisierung‘ noch Vorbild für die Politik sein?“ 

Gaby Flatow war dem Phänomen der Künstler von Theresienstadt als Journalistin begegnet. Sie ist die Initiatorin der ‚Hans Krása Stiftung‘ in Terezin (Theresienstadt) und wird sich in ihrem Vortrag mit den ethischen Perspektiven der Musik aus dem Ghetto beschäftigen.

Im anschließenden Konzert wird der Pianist Wolfgang Döberlein das letzte Werk des von den Nationalsozialisten in Auschwitz ermordeten jüdischen Komponisten Viktor Ullmann vortragen. Dieser war in Wien ein Schüler in Arnold Schönbergs ‘Seminar für Komposition‘ und gilt als bedeutender Vertreter der so genannten ‘Neuen Musik‘ des 20. Jahrhunderts.

 "Die Weise von Liebe und Tod des Cornets Christoph Rilke" (Zwölf Stücke aus der Dichtung Rainer Maria Rilkes) für Sprecher und Klavier. Ausführende: Wolfgang Döberlein, Klavier / Michaela Maucher, Sprecherin

Die Publizistin Gaby Flatow, der Pianist Wolfgang Döberlein und der Musikwissenschaftler Dr. Albrecht Dümling möchten mit ihrem Engagement für die Veröffentlichung der Kunst der verfemten Musiker diese dem Vergessen und damit der NS-Politik der Ausgrenzung als gesellschaftlichem Denkmuster, das auch heute noch aktuell ist, entgegenwirken.

Der Pianist Prof. Wolfgang Döberlein und die Sängerin Michaela Maucher begleiteten die Eröffnungsveranstaltung mit Liedern und Klavierwerken der von den Nazis verfolgten Komponisten Karel Bermann, Anton Webern und Viktor Ullmann.   

Regierungspräsident Hans Angerer

Der Schirmherr der Bayreuther Gespräche 2005 Regierungspräsident Hans Angerer betonte in seinem Grußwort drei Botschaften, die ihn bewogen die Schirmherrschaft über die ‚Bayreuther Gespräche 2005’ zu übernehmen.

1. Wilhelm Leuschner als große Persönlichkeit des deutschen Widerstands
2. Die Erinnerung an Wilhelm Leuschner soll einen Anstoß geben die Erinnerung an die schreckliche Zeit des Nationalsozialismus wach zu halten
3. Die Verknüpfung von Kunst und Wissenschaft in den Symposien der Bayreuther Gespräche ist ein zusätzlicher Wert an sich – aber zugleich wird Kunst und Wissenschaft mit einem starken Blick auf Staat und Gesellschaft des Nationalsozialismus, alles das an was wir uns erinnern sollen, mit einem besonderen Blickwinkel beleuchten. Insbesondere durch die Beschäftigung mit der verfemten Kunst wird der Aspekt der Gesellschaft im Nationalsozialismus besonders deutlich herausgestellt.
Er betonte in seiner Ansprache, dass es besonders auch heute, nach sechzig Jahren, wichtig sei die Augen vor dieser Vergangenheit der NS-Herrschaft nicht zu verschließen, um demokratische Zukunft gestalten zu können.
  


Oberbürgermeister Dr. Dieter Mronz


erinnerte bei seinem Grußwort für die Bürgerschaft Bayreuths an den 61. Todestag Wilhelm Leuschners am 29. September, der Anlass für die Bayreuther Gespräche 2005 gewesen sei. Es erfülle ihn mit besonderem Stolz, dass die Absicht der Nazis, die Erinnerung an die Männer und Frauen des 20. Juli 1944 durch das Verbrennen der Opfer und das Zerstreuen ihrer Asche auf den Rieselfeldern im Westen Berlins auszulöschen, nicht gelungen sei. Vielmehr wurde in Bayreuth mit der Errichtung der Wilhelm-Leuschner-Gedenkstätte in seinem Geburtshaus in Moritzhöfen mit Unterstützung der Wilhelm-Leuschner-Stiftung und der Oberfranken-Stiftung eine würdevolle Stätte der Erinnerung vor zwei Jahren geschaffen. Mit der Ausrichtung der Bayreuther Gespräche leiste die federführende Wilhelm-Leuschner-Stiftung und die Volkshochschule Bayreuth einen wichtigen Beitrag zur politischen Bildungsarbeit ganz im Geiste des Vermächtnisses von Wilhelm Leuschner, dem großen Sohn der Stadt Bayreuth. Besonders wertvoll sei hierbei der Beitrag der Bayerischen Landeszentrale für politische Bildungsarbeit in München, die wesentlich zum finanziellen und inhaltlichen Gelingen der Veranstaltung beitrüge. Er dankte allen Kooperationspartner, die sich zu diesen Veranstaltungen zusammengefunden hätten und zeigte sich überzeugt, dass wichtige Denkanstösse von den Bayreuther Gesprächen 2005 ausgehen werden.   


Stiftungsratsvorsitzende Hans Otto Hemmer


Der Stiftungsratsvorsitzende Hans Otto Hemmer begrüßte für die Wilhelm-Leuschner-Stiftung die Tagungsteilnehmer und erläuterte die grundlegenden Überlegungen für die Ausrichtung der Bayreuther Gespräche. Sie sollen ein Auftakt sein für eine zukünftig jährlich stattfindende Reihe von Gesprächen immer am Todestag Leuschners und ausgehend vom Erbe des deutschen Widerstands den gesellschaftlichen, politischen und kulturellen Dialog im aktuellen Kontext der heutigen Zeit befördern. Er wünschte sich, dass die Veranstaltungen des Wochenendes ein guter Auftakt für eine lange Reihe von Bayreuther Gesprächen werden möge.   


Werner Karg


Der stellvertretende Leiter der Bayerischen Landeszentrale für Politische Bildungsarbeit in München, Werner Karg, bedanke sich in seinem Grußwort bei den Kooperationspartner vor Ort und betonte, dass Einrichtungen wie die Wilhelm-Leuschner-Stiftung, die erhebliche Schwierigkeiten in der Aufbauarbeit überwinden musste, für die Landeszentrale von immenser Bedeutung. Das Bayerische Kultusministerium will dabei nicht nur an den beiden großen Gedenkstätten Dachau und Flossenbürg die Erinnerung an die Gräuel der Nazizeit wach halten, sondern auch durch solche Einrichtungen in der Region und in der Fläche.   

Prof. em. Hans Mommsen
  


Empfang


Nach der Eröffnungsveranstaltung beim Empfang in der Bildungswerkstatt. 

 


Samstag 01.10.05


re. nach li. Prof. Mommsen beim Besuch der Leuschner Gedenkstätte, Erläuterungen von Wolfgang Hasibether und Hans Otto Hemmer.   

Prof. Hans Mommsen
  


Forum „Erbe des Widerstands“


die Referenten Dr. A. Ulrich, Prof. Mommsen, Dr. Peter März.   


Diskussion mit den Referenten


In der Diskussion wurden die ethischen und moralischen Grundlagen des deutschen Widerstands für unsere heutige Zeit erörtert. 

Ausstellung "Entartete Kunst"


In der "Bildungswerkstatt Wilhelm Leuschner"


Führung durch die Ausstellung „Entartete Kunst“   


Forum


Forum „Entartete Musik“ mit v.li. Döberlein, Flatow, Hans Otto Hemmer, Dr. Dümling   
Im Gespräch mit dem Publikum.   


Symposion


Symposion „Entartete Kunst“ mit U. Has., Hans Otto Hemmer, Dr. Marina von Assel. 

Konzert


Viktor Ullmann (1898 - 1944)


"Die Weise von Liebe und Tod des Cornets Christoph Rilke" (Zwölf Stücke aus der Dichtung Rainer Maria Rilkes) für Sprecher und Klavier.   


Vortrag


Vortrag zur Musik der verfolgten Komponisten in Theresienstadt von Gaby Flatow aus Berlin.   


Konzert


Konzert mit der Komposition von Viktor Ullmann in der Musikhochschule für evangelische Kirchenmusik in Bayreuth. Pianist: Prof. Wolfgang Döberlein, Sprecherin: Michaela Maucher 

 
Finanzielle Förderer

fvlz

 

Bayerische Landesstiftung

 Bayerische Landesstiftung

 

Kooperationspartner

Bayerische Landeszentrale für politische Bildungsarbeit

Allianz gegen Rechtsextremismus in der Metropolregion Nürnberg
 
 
Hausbank

 Sparkasse Bayreuth

Büroausstatter

Möbel Hertel Bayreuth

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