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GEDENKVERANSTALTUNGEN ZUM 70. TODESTAG VON WILHELM LEUSCHNER

Neben der zentralen Gedenkveranstaltung an den 70. Todestag von Wilhelm Leuschner im Rahmen der 10. Bayreuther Gespräche der Wilhelm-Leuschner-Stiftung am 27.09.2014
fanden auch Gedenkveranstaltungen direkt am 70. Todestag, den 29. September 2014, in Darmstadt und Frankfurt in Hessen statt.

Das Hessische Staatsarchiv Darmstadt, mit dem die Stiftung seit 2013 in einem Archivprojekt eng zusammen arbeitet, veranstaltete am 29.09.14 ein wissenschaftliches Symposium zur Wirkung Leuschners in der heutigen Zeit. Unter dem Titel „Lebt wohl. Haltet zusammen. Baut alles wieder auf!“ setzten sich verschiedene Referent_innen mit dem Widerstand Leuschners, seinem Widerstandsnetz und mit der Biographie einiger seiner Mitstreiter auseinander.

Es wurde auch unter dem Gesichtspunkt der Archivwissenschaft die Quellenlage des Leuschner-Nachlasses und deren öffentliche Zugänglichmachung diskutiert. Nach den Grußworten von Regierungspräsidentin Brigitte Lindscheid und den Darmstädter Oberbürgermeister Jochen Partsch, wurde zuerst ein Einblick in die Quellen des Leuschner-Nachlasses von Dr. Klaus-Dieter Rack vom Hessischen Staatsarchiv und von Wolfgang Hasibether, Wilhelm-Leuschner-Stiftung Bayreuth, gegeben. Zurzeit wird der gesamte Nachlass digital erfasst und biographisch eingeordnet. Der erhaltene Nachlass besteht in Originalbeständen im Hessischen Staatsarchiv (HStAD) in Darmstadt und in Beständen im Nachlass der Wilhelm-Leuschner-Stiftung. Ein Projekt der Hans-Böckler-Stiftung fördert zurzeit die digitale Erschließung dieser Nachlassbestände, in dem wichtige historische Dokumente auch aus dem Netzwerk des Leuschner-Widerstandskreises verwahrt werden.

Im Anschluss gab Dr. Stephanie Zibell von der Universität Mainz eine Darstellung zur Verfolgung Leuschner durch die NSDAP. Dr. Axel Ulrich skizzierte anhand seiner Verö

In den Nachmittagsvorträgen, unter anderem von Prof. Siegfried Mielke und Dr. Peter Steinbach, wurde die zentrale Stellung Leuschners im gewerkschaftlichen Widerstand gegen das NS-Regime und seine Brückenfunktion zu allen anderen Widerstandskreisen insbesondere die zum Kreisauer Kreis behandelt. ffentlichung von 2012 die Widerstandstätigkeit Leuschners nach seiner Entlassung aus dem Konzentrationslager der Nazis von 1934 bis 1944 und stellte vor allem die reichsweite Verbreitung seines Widerstandsnetzes ohne den die Offiziere des 20. Juli 1944 ihren Staatsstreich nicht versucht hätten.

Die beiden engsten Mitstreiter Leuschners, Staatsrat Ludwig Schwamb und sein Pressereferent Carlo Mierendorf, wurden in Vorträgen von Dr. Ilka Rödel, Christina Stein und Dr. Peter Engels biographisch gewürdigt. Dabei spielte auch die Quellenlage aus deren Nachlässen eine wichtige Rolle.

Alle Vorträge dieser wissenschaftlichen Tagung hatten zum Ergebnis, dass das Widerstandsnetz Leuschners die weitesten Kreise des Arbeiterwiderstands gegen die Nationalsozialisten umfasste und in seiner Bedeutung für den Putsch gegen Hitler am 20. Juli 1944 nicht hoch genug eingeschätzt werden kann. Insbesondere auch die Überlegungen zu einer demokratischen Nachkriegsordnung an denen Leuschner zentral beteiligt war, zeigen das historische Erbe, das Leuschner mit der Idee der Einheitsgewerkschaft in einer demokratischen Nachkriegsordnung hinterlassen hat und unsere Verpflichtung dies zu bewahren und weiter zu entwickeln.

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