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POLNISCHE BALLETTSCHÜLERINNEN BESUCHEN GEDENKSTÄTTE

Die deutsch-polnischen Beziehungen sind aufgrund der nationalsozialistischen Vergangenheit bis heute schwer belastet. Noch immer ist in Polen die Ansicht weit verbreitet, dass alle Deutschen überzeugte Nazis waren. Mit Blick auf die Stadt Bayreuth kommt erschwerend hinzu, dass Adolf Hitler als Liebhaber Wagners sich hier bevorzugt aufhielt und aus der Gauhauptstadt Bayreuth noch eine nationalsozialistische Musterstadt machen wollte. So gut wie gar nicht bekannt ist in Polen hingegen, dass ausgerechnet aus dieser Stadt auch ein führender Kopf des deutschen Widerstands stammte.
Elisabeth Popowski, Leiterin der Bayreuther Ballettschule, war es ein Anliegen, dass diese historische Tatsache an die polnische Jugend vermittelt wird. Am 22. Juni besuchte sie deshalb zusammen mit 12 polnischen Ballettschülerinnen und ihren BetreuerInnen die Wilhelm-Leuschner-Gedenkstätte, wo die Gruppe von Stiftungsmitarbeiterin Silvia Herrmann eine Führung erhielt. Frau Barbara Sabarth, die Vorsitzende der Deutsch-Polnischen-Gesellschaft in Bayreuth, begleitete die Gruppe und übernahm die Übersetzung ins Polnische. Die jungen Ballettschülerinnen hielten sich anlässlich eines Austauschs der Bayreuther Ballettschule mit der Ballettschule in Stettin in Bayreuth auf, wo sie nicht nur bei mehreren Aufführungen ihr Können präsentierten, sondern auch die deutsche Kultur und Geschichte kennen lernen sollten.

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