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27 | 04 | 2017
Willkommen auf den Internetseiten der Wilhelm-Leuschner-Stiftung PDF Drucken E-Mail

Bayreuth ist die Geburtsstadt des Gewerkschafters, Politikers und antifaschistischen Widerstandskämpfers Wilhelm Leuschners, der hier am 15. Juni 1890 geboren wurde. Sein Geburtshaus in Moritzhöfen 25 ist seit September 2003 eine Gedenkstätte zur Erinnerung an sein Wirken. Zugleich ist es ein historischer Lernort für die nachwachsenden Generationen. Die Wilhelm-Leuschner-Stiftung übernimmt seit 2002 die Aufgabe, entsprechend ihrer Satzung, die Gedenkstättenarbeit zu koordinieren und die Bildungsarbeit für die Besuchergruppen in ihrem eigenen Wilhelm-Leuschner-Zentrum durchzuführen. Im Sinne des nachfolgenden Zitats aus der Aufgabenstellung der Bayerischen Gedenkstättenstiftung erfüllt die Stiftung ihr bürgerschaftliches Engagement: „Die Erinnerung an die nationalsozialistische Unrechtsherrschaft wachzuhalten und die geschichtliche Erfahrungen und die daraus gewonnen Erkenntnisse weiterzutragen, ist nicht alleine Aufgabe des Staates, sondern ihrem Wesen nach eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe. Sie kann nur erfolgreich sein, wenn sie von den maßgebenden Kräften der Gesellschaft mitgetragen wird und muss diejenigen einbeziehen, die der Gedenkstättenarbeit in besonderer Weise verbunden sind.“

Die Wilhelm-Leuschner-Stiftung hat sich seit Beginn ihrer Arbeit beim Aufbau der Einrichtung der Gedenkstätte sowie der dann folgenden Bildungsarbeit für die Besuchergruppen von diesem Grundsatz leiten lassen.

Seit 1993 war der Bayreuther Verein für Sozial- und Kulturgeschichte um den Erhalt des Geburtshauses Wilhelm Leuschners bemüht. 1997 wurde es von der Stadt Bayreuth unter Denkmalschutz gestellt und der im Jahr 2000 von den damaligen Eigentümern beantragte Abriss des Geburtshauses konnte durch die Vereinsaktivitäten verhindert werden. Nach der Hausrenovierung durch den neuen privaten Eigentümer konnte in Zusammenarbeit mit der Stadt Bayreuth eine Gedenk- und Bildungsstätte durch die Wilhelm-Leuschner-Stiftung eingerichtet werden. Seit dem damaligen Einzug im Geburtshaus im Jahr 2002 wurde von der Stiftung daran gearbeitet, die Gedenkstätte aufzubauen und die Bildungsarbeit in einem eigenen Gebäude zu entwickeln. Nach zehn Jahren in Miete im Geburtshaus hat sich die Wilhelm-Leuschner-Stiftung dazu entschieden, ein eigenes Zentrum aufzubauen. Seit Juli 2012 ist die Stiftung in ihrem neuen Gebäude in der Herderstraße 29 und hat das Haus inzwischen zum Wilhelm-Leuschner-Zentrum eingerichtet. Dieses Zentrum ist zugleich der Ort, an dem der Nachlass von Wilhelm Leuschner original aufbewahrt, wissenschaftlich bearbeitet und demnächst im Netz digital veröffentlicht wird.

 
Gedenkstättenarbeit der Wilhelm-Leuschner-Stiftung im I. Quartal 2017 PDF Drucken E-Mail

 
Veranstaltung zum 15-jährigen Jubiläum der Wilhelm-Leuschner-Stiftung PDF Drucken E-Mail

Am 10. März 2017 wurde im Wilhelm-Leuschner-Zentrum in der Herderstrasse 29 das 15 jährige Bestehen der Wilhelm-Leuschner-Stiftung mit dem Themenabend „Zur Notwendigkeit der Erinnerungskultur in der heutigen Zeit“ gefeiert.

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Stiftungsratssitzung am 10. März 2017 PDF Drucken E-Mail

Am 10. März 2017 fand im Wilhelm-Leuschner-Zentrum die letzte Stiftungsratssitzung in der Wahlperiode 2012-2017 statt. Der Stiftungsratsvorsitzende Hans Otto Hemmer legte nach fünfzehn Jahren zum Ende der Wahlperiode sein Amt nieder. Ebenso schieden die Vorstandsmitglieder aus ihren Ämtern.

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Internationaler Holocaustgedenktag 27. Januar 2017 PDF Drucken E-Mail

 

Am Freitag, den 27. Januar wurde auch im Leuschner-Zentrum Bayreuth des internationalen Holocaustgedenktages gedacht.

Weltweit wurde an diesem Tag der Opfer des Nationalsozialismus gedacht. Holocaust-Überlebende und Politiker warnten davor, die Geschichte zu vergessen: "Die Menschen sind und bleiben zu Unmenschlichkeit imstande."
 

Zusammen mit der VVN BdA (Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes – Bund der Antifaschistinnen und Antifaschisten)  Kreisvereinigung Bayreuth hatte der Förderverein Leuschner-Zentrum Dr. Ulrich Schneider eingeladen. Der Bundessprecher der VVN und Generalsekretär der FIR (Fédération Internationale des Résistants) hielt einen Vortrag über die Widerstandsgruppen in Europa seit Beginn der 1920er Jahre bis 1945.

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Einladung zum internationalen Holocaust-Gedenktag am 27. Januar 2017 im Wilhelm-Leuschner-Zentrum PDF Drucken E-Mail

Am 27. Januar 1945 wurde das Vernichtungslager Auschwitz Birkenau von der Roten Armee befreit. Dieser Tag wird seit 1996 in Deutschland als Tag des Gedenkens an die Opfer des Nationalsozialismus begangen. 60 Jahre nach der Befreiung der Lager in Auschwitz wurde auch von den Vereinten Nationen dieser 27. Januar als Internationaler Tag des Gedenkens an die Opfer des Holocaust eingeführt.

Der Förderverein Leuschner-Zentrum und die Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes – Bund der Antifaschistinnen und Antifaschisten (VVN BdA. e.V.)laden hiermit herzlich zu unserer Veranstaltung am 27. Januar 2017 um 19 Uhr im Wilhelm-Leuschner-Zentrum ein.

Dr. Ulrich Schneider ist seit 1975 Mitglied der VVN-BdA, seit 1991 ist er als Vorstandsmitglied deren Bundessprecher. Ebenfalls ist er Geschäftsführer der Lagergemeinschaft Buchenwald - Dora/ Freundeskreis e.V. und Herausgeber der antifaschistischen Zeitschrift Glocke vom Ettersberg tätig.

Seit 1991 ist er der Vertreter der VVN-BdA in der Internationalen Föderation der Widerstandskämpfer (FIR) und seit 2003 deren Generalsekretär. Er ist verantwortlich für die Durchführung der FIR-Kongresse in Berlin (2005), Athen (2007), Berlin (2010), Wien (2011) und Sofia (2013) sowie der Konferenzen beim Europäischen Parlament 2006 und 2007. Schneider ist Koordinator der FIR für die Internationalen Jugendtreffen in Buchenwald 2008, Auschwitz 2012 und 2015.

Er wird einen Vortrag zu seinem Buch „Antifaschistischer Widerstand in Europa 1922-1945“ halten, in dem unter anderem mit zahlreichen Bildern der Kampf gegen den Faschismus in 21 europäischen Ländern – von Guernica über das Warschauer Ghetto bis nach Stalingrad gezeigt wird – und stellt dessen unterschiedlichen Charakter dar: Von der Resistenza in Italien, der Résistance in Frankreich und dem Netzwerk »Comet« in Belgien über den griechischen, jugoslawischen und tschechoslowakischen Widerstand bis zu den Internationalen Brigaden gegen Franco.

Sie können HIER die Einladung Herunterladen!

 
Projekttage mit dem Deutsch-Französischen-Gymnasium Saarbrücken am 6. Und 9. November 2016 PDF Drucken E-Mail

Am 6. November 2016 fand der erste Projekttagmit dem Deutsch-Französischen Gymnasium aus Saarbrücken statt

Am Sonntag den 06.11.2016 fand der erste Projekttag mit dem Deutsch-Französischen-Gymnasium (DFG) aus Saarbrücken statt. 42 Schülerinnen und Schüler der 10. Klasse aus dem mathematisch– naturwissenschaftlichen Zweig S, dem wirtschaftswissenschaftlichen Zweig ES und ihre begleitenden Lehrer trafen sich mit den Mitarbeitern der Wilhelm-Leuschner-Stiftung zu einer Einführung im Wilhelm-Leuschner-Zentrum. Anschließend ging es dann in die Innenstadt zum Markgräflichen Opernhaus, um sich mit der Region, in welcher die Studienwoche stattfindet, vertraut zu machen.

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Wilhelm Leuschner im Kampf gegen Hitler PDF Drucken E-Mail

Bad NauheimAm Montag, den 10. Oktober 2016, war der wissenschaftliche Leiter der Wilhelm-Leuschner-Stiftung, Wolfgang Hasibether, von der Arbeitsgemeinschaft „Geschichte Bad Nauheim“ eingeladen, über die Biographie Wilhelm Leuschners und seinen Widerstand gegen Hitler zu referieren. Der Vortrag war Teil der Reihe ‚Hessische Persönlichkeiten’, die die Arbeitsgemeinschaft für das Jahr 2016 geplant hatte. Bei den insgesamt neun Vorträgen war der vorletzte im Oktober 2016 der Person Wilhelm Leuschners gewidmet.

Es erstaunt immer wieder, wie wenig auch in Hessen Wilhelm Leuschner als einer der wichtigsten Politiker der Weimarer Republik heute noch bekannt ist. Auf die Frage ins Auditorium wer denn den Namen Wilhelm Leuschner vor dem Vortrag kannte, gestand die Mehrheit die Nichtkenntnis ein. Auch bei der Einführung von Armin Häfner, dem Vorsitzenden der Arbeitsgemeinschaft,  gestand dieser ein, dass ihm Wilhelm Leuschner, wie auch viele andere Persönlichkeiten des zivilen Widerstands, lange Zeit ein Unbekannter war und monierte, dass auch innerhalb der SPD und der Gewerkschaften Wilhelm Leuschner in den letzten Jahrzehnten in Vergessenheit geraten sei. Umso wichtiger sei der Arbeitsgemeinschaft mit dem Vortrag wieder öffentliches Interesse zu wecken. Auch beim ‚Hessischen Landesamt für geschichtliche Landeskunde’ ist die von ihr im Internet veröffentlichte Biographie Leuschners mit eklatanten Fehlern behaftet. Diese wurden am Anfang des Vortrags vom Referenten berichtigt.

Wolfgang Hasibether stellte im Rahmen seiner biographischen Arbeit über Leben und Wirken Leuschners einen kurzen Überblick über die wichtigsten Lebensdaten vor. In seinen Ausführungen spielte insbesondere die Rolle Leuschners für die Gründung der Bundesrepublik und der Einheitsgewerkschaft nach 1945 eine wichtige Rolle, da dies das Erbe Leuschners verkörpert. Der frühere Bundespräsident Richard von Weizsäcker hatte 1984 in einer Rede in Bayreuth darauf hingewiesen, dass Leuschner einer der ideellen Gründungsväter der demokratischen Bundesrepublik gewesen sei. Sowohl die Einheitsgewerkschaft, wie auch die Freiheitsrechte, die verfassungsrechtlich verankert sind, gehen auch auf seinen Widerstand zurück. Dieses geschichtliche Erbe des Widerstands ist bis heute das Fundament des Sozialstaats und der Freiheitsrechte im Grundgesetz.

Im Vortrag wurden kurz die ersten zwanzig Lebensjahre von Wilhelm Leuschner in Bayreuth skizziert, seine Schulzeit und Lehre dort und danach sein Ankommen in Darmstadt, die Familiengründung dort ab 1910 und dann seine Erlebnisse im 1. Weltkrieg.

Dort bereits zeigten sich seine Führungsqualitäten, indem er am Ende als Vorsitzender des Soldatenrats den Truppenteil, in dem er Dienst tat, im November 1918 demobilisierte und die Rückführung in die Heimat organisierte. Sein Werdegang vom Gewerkschaftssekretär in Darmstadt, Stadtrat, Landtagsabgeordneter und Provinziallandtagsabgeordneter zwischen 1919 und 1926 zeigt den Aufstieg des Arbeiterjungen aus Bayreuth, der 1928 die Spitze seiner Karriere erreichte und zum Hessischen Innenminister berufen wurde.

Diese Tätigkeit als Innenminister wurde in den Mittelpunkt des Vortrags gestellt. Seine Aufbauarbeit für die demokratische Kommunalverfassung, für die Verkehrsinfrastruktur Hessens, die Ordnung des Polizeiwesens zur demokratischen Polizei im Rechtsstaat und seine innenpolitischen Auseinandersetzungen über das Landfahrergesetz, das ihm in der hessischen innenpolitischen Diskussion im Jahre 2011 herbe Kritik und Zweifel an seinem Widerstand von Teilen der hessischen CDU eintrug. Wolfgang Hasibether stellte klar, dass die Grundlage dieses Gesetzes keineswegs etwas mit der rassistischen, chauvinistischen Politik der Nationalsozialisten zu tun hatte, sondern ein ordnungspolitischer Versuch war, den Wanderungsbewegungen eine gewisse kommunale Kontrolle aufzuerlegen.

Weiterhin wurde die Auseinandersetzung um die sog. Boxheimer Dokumente im November 1931 vorgetragen. Schon zu diesem Zeitpunkt zeigte sich der Widerstand Leuschners gegen Hitler und der entschlossene Widerstandsgeist seiner Mitstreiter, Ludwig Schwamb und Carlo Mierendorff.

Der letzte Teil des Vortrags beschäftige sich mit dem Widerstand Leuschners ab 1934, nachdem er ein Jahr in KZ-Haft gewesen war, und sein Wirken im Führerkreis der vereinigten Gewerkschaften sowie seine Kontakte zu allen weltanschaulichen Widerstandslagern im Militär, im Adel, in den Kirchen und der bürgerlich konservativen Opposition gegen Hitler. Sein von ihm organisiertes reichsweites Widerstandsnetz umfasste Zehntausende von ehemaligen Gewerkschaftern und Sozialdemokraten, die nach dem Putsch vom 20. Juli 1944 die politische Macht übernehmen sollten.

 In der Zusammenfassung würdigte Wolfgang Hasibether den Widerstandskämpfer Wilhelm Leuschner als aufrechten Demokraten, der einer der Mitbegründer des deutschen Sozialstaats und Verfassungsvater des Grundgesetzes nach 1945 war. Insbesondere seine organisatorische Idee von der Einheit aller Gewerkschaften in einer Einheitsorganisation wurde nach 1945 bei der Gründung des DGB (in abgewandelter Form auch des FDGB in der damaligen DDR) aufgegriffen. 

Wilhelm Leuschner ist damit für den deutschen demokratischen und sozialen Rechtsstaat als eine der wichtigsten Personen des 20. Jahrhunderts in die deutsche Geschichte eingegangen. Aber ebenso auch für eine europäische Friedensordnung.

Er verdient es, dem Vergessen entrissen, und so wie es in der Gedenkstättenarbeit der Wilhelm-Leuschner-Stiftung regional, national und international verankert ist, den kommenden Generationen als Vorbild vermittelt zu werden. 

Vortrag HIER als Download!

 
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