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28 | 02 | 2017
Wilhelm Leuschner und der 20. Juli 1944 PDF Drucken E-Mail

Aus Anlass des 70. Jahrestages des Putschversuches vom 20. Juli 1944 fand im DGB Haus Stuttgart am 16. Juli eine Veranstaltung zur Bedeutung Leuschners für die Putschpläne der Militärs um Graf Stauffenberg statt. Die Tradition der Gedenktage am 20. Juli in den vergangenen Jahrzehnten fokussierte stets die Bedeutung der Militärs bei diesem Attentat auf Adolf Hitler, das die gesamte Führungsspitze des NS-Regimes beseitigen sollte. Der militärische Widerstandskreis um Stauffenberg, der seit 1942 im engen Kontakt mit Wilhelm Leuschner bei der Entwicklung der Putschpläne stand, wurde bei diesen Gedenkveranstaltungen in den historischen Mittelpunkt gestellt.

Die Rolle des gewerkschaftlichen Widerstand und des Widerstands der deutschen Arbeitbewegung gegen das NS-Regime spielte dabei bis heute keine tragende Rolle. Durch die Forschungen der letzten Jahrzehnte ist jedoch festzuhalten, dass die Militärs ihren Staatsstreich niemals versucht hätten, hätte es nicht das zivile Widerstandsnetz, dessen zentraler Mittelpunkt Wilhelm Leuschner war, gegeben. Ohne dieses Netz der gewerkschaftlichen Vertrauensleute, das Wilhelm Leuschner seit 1934 in verschiedenen Etappen immer wieder neu aufbauen musste, und das im Sommer 1944 im Untergrund bereit stand, nach dem erfolgreichen Putsch, die Macht zu übernehmen, hätten die Militärs diesen Staatsstreich niemals durchführen können.

 
Kooperation der Wilhelm-Leuschner-Stiftung mit dem Hessischen Staatsarchiv Darmstadt PDF Drucken E-Mail

Seit Sommer 2013 hat die Wilhelm-Leuschner-Stiftung im Zuge des Aufbaus des Wilhelm-Leuschner-Zentrums in der Herderstraße 29 ein Projekt entwickelt, den Nachlass Leuschners im Hessischen Staatsarchiv Darmstadt und dem Nachlass Leuschners im Archiv der Stiftung digital zusammen zu führen. Dieses Archiv soll mit anderen Sammlungsstücken im Wilhelm-Leuschner-Zentrum ab 2015 der Öffentlichkeit sowohl bei der Gedenkstättenpädagogik als auch bei anderen Bildungsveranstaltungen zugänglich gemacht werden. Im Zuge der Sanierung des Leuschner-Zentrums wird im Herbst 2014 nach Abschluss der Bausanierung im Untergeschoß des Zentrums eine Archivausstellung in Ergänzung zur Ausstellung im Leuschner-Geburtshaus eingerichtet. Sowohl in elektronischer wie in analoger Weise werden Archivbestände für Besucher ausgestellt als auch als pädagogisches Material für die Gedenkstättenarbeit eingesetzt. Dieses Projekt wird von der Hans-Böckler-Stiftung für zwei Jahre finanzielle unterstützt, ebenso wie der Kulturfonds Bayern einen Teil der Kosten bezuschusst. Im Rahmen dieses von 2013 bis 2015 laufenden Projekts wird am 29. September 2014 im Haus des Hessischen Staatsarchivs Darmstadt ein wissenschaftliches Symposium anlässlich des 70. Todestages von Wilhelm Leuschner stattfinden. Das Darmstädter Archiv veranstaltet dieses Symposium in Kooperation mit der Wilhelm-Leuschner-Stiftung und wird über den Nachlass Leuschners in Bayreuth und Darmstadt informieren. Weiterhin werden Dr. Axel Ulrich, Prof. Dr. Peter Steinbach, Prof. Dr. Michael Schneider und andere über die Bedeutung Wilhelm Leuschners im deutschen Widerstand gegen das NS-Regmine referieren. Die Tagung würdigt die zentrale Rolle Leuschners in Zusammenhang mit dem 20. Juli 1944 und den Putschversuch des militärischen Widerstandes.

Hier finden Sie den Programmflyer!
 
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