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28 | 02 | 2017
Deutsch-Französisches Gymnasium Saarbrücken bei der Wilhelm-Leuschner-Stiftung PDF Drucken E-Mail

Seit 2004 besteht ein Kontakt der Wilhelm-Leuschner-Stiftung zum deutsch-französischen Gymnasium in Saarbrücken. In regelmäßiger Widerkehr besuchen seit dem Schulklassen des Gymnasiums die Region Bayreuth und absolvieren ein umfangreiches Studienprogramm in einer Exkursionswoche. Früher waren die Schulgruppen in Begegnungsstätte Weidenberg untergebracht und zuletzt im Falkenhaus in Speichersdorf. Dort waren sie auch heuer wieder untergebracht. Die diesjährige Exkursion nach Oberfranken in der Woche vom 02. bis 07. November 2015 stand unter dem Studientitel. „Gib Extremisten keine Chance!“ Neben dem Besuch des Konzentrationslagers Flossenbürg, des Dokumentationszentrums in Nürnberg und einer Besichtigung des deutsch-deutschen Museums in Mödlareuth stand am Dienstag, den 3. November 2015 ein Projekttag im Wilhelm-Leuschner-Zentrum und der Leuschner-Gedenkstätte auf dem Programm. Anschließend besuchte die Gruppe noch das Richard-Wagner-Museum und die Ausstellung „Verstummte Stimmen“ vor dem Festspielhaus in Bayreuth. Die Schülergruppe war unter der Leitung von Michel Anna, der seit über zehn Jahren diesen Kontakt nach Bayreuth organisiert, und den Klassenlehrern Claus Collet und Julia Pastacamp. Die Schüler der beiden Klassen der Jahrgangsstufe 9 stammen sowohl aus dem Grenzgebiet Frankreichs (Region Metz) wie auch aus der Region Saarbrücken und besuchen einen bilingualen Gymnasialzweig. Der Projekttag vermittelte der Schulgruppe sowohl die Biographie Leuschners unter besonderer Akzentuierung von Leuschners Engagement der deutsch-französischen Aussöhnung in den 1920er Jahren wie auch der Bedeutung seines Widerstands im 3. Reich. Es wurden aktuelle Bezüge zur Naziszene in Oberfranken hergestellt und die Aufklärungsarbeit der Leuschner-Stiftung gegenüber diesen rechtsradikalen Strömungen erläutert. In Gruppendiskussionen wurden die Ideologie der Nazis anhand der Begriffe Volksgemeinschaft, Rassenideologie und dabei insbesondere des Antisemitismus erarbeitet. Die Wirkungen des Antisemitismus wurden im Anschluss bei dem Besuch am Festspielhaus der Ausstellung „Verstummte Stimmen“ weiter vertieft. Mit dem Organisator des Austauschprogramms Michel Anna wurde ein nächster Besuch von Schülergruppen im April 2016 vereinbart. 

Deutsch-Französisches Gymnasium besucht Gedenkstätte

 
11. Bayreuther Gespräche 2015 PDF Drucken E-Mail

Am Samstag den 26. September 2015 fanden im Wilhelm-Leuschner-Zentrum in Bayreuth die 11. Bayreuther Gespräche statt. Mit wissenschaftlichen Experten wurde das Thema „Biographische  Quellen in der Erinnerungskultur“ behandelt.

 Nach einleitenden Worten durch den wissenschaftlichen Leiter der Wilhelm-Leuschner-Stiftung Wolfgang Hasibether, verlas Frau Röhler, Leiterin des Kulturamtes der Stadt das Grußwort der Oberbürgermeisterin der Stadt Bayreuth Brigitte Merk-Erbe, die Notwendigkeit der Erinnerungsarbeit an Wilhelm Leuschner betonte und der Stiftung für ihr Engagement dankte. Der DGB-Regionsgeschäftsführer für den Bezirk Oberfranken Mathias Eckardt richtete anschließend seine Grußworte an die rund 30 Besucher der Veranstaltung und erinnerte an den Vater der Einheitsgewerkschaft, dessen gesellschaftliches und politisches Engagement in Bayreuth und Europa nicht vergessen werden dürfe und durch das Engagement im Leuschner-Zentrum mit dem Nachlass Leuschners auch davor bewahrt würde.

Nach kurzen Vorträgen von Dr. Hans Simon-Pelanda (Bürgerinitiative KZ-Gedenkstätte Flossenbürg aus Regensburg), Dr. Barbara Distel (ehemalige Leiterin der KZ-Gedenkstätte Dachau) und Dr. Willy Buschak (DGB Sachsen und Fachautor zum Gewerkschaftlichen Widerstand, Dresden) über die Bedeutung von biographischen Quellen, begann eine rege Diskussion mit dem Plenum. Was kann man anhand von biographischen Quellen und  ihrer subjektiven Färbung über die Vergangenheit  erfahren? Was sagen fehlende Selbstzeugnisse über eine Zeit aus? Dr. Simon-Pelanda referierte darüber wie Schulkinder leichter den Einstieg in die NS-Zeit bekommen können. Selbstzeugnisse sprechen die Jugendlichen mehr an als schlichte Daten und Zahlen. Er berichtete über sein Projekt über das KZ–Außenlager Colosseum in Regensburg und wie die Schulkinder Zeitzeugen aufgespürt haben und diese zu Vorkommnissen während der Nazizeit befragt haben. Dies war so interessant für die Jugendlichen, dass diese sogar Samstag und Sonntag an diesem Projekt gearbeitet haben.

Dr. Barbara Distel stellte vor allem heraus das Archive und schriftliche Dokumente sehr wichtige Mittel sind, um hauptsächlich die Jugendlichen an eine Geschichte heranzuführen, die lange zurückliegt. Durch das aufgeschriebene Erlebte können sie an dem vergangenen Geschehen teilhaben und die Geschichte besser begreifen. Die biographischen Quellen wecken ihr Interesse weit mehr als trockene Geschichtsfakten.

Dr. Willy Buschak zeigte in seinem Vortrag die weitverzweigten Netze des gewerkschaftlichen Widerstands auf. Vor allem am Beispiel der Internationalen Transportarbeiter Föderation machte er deutlich wie stark der Widerstand innerhalb der Gewerkschaften war, obwohl diese sofort nach der Machtübernahme durch die Nazis zerschlagen wurden und dass es genug Pläne und Programme gab für einen Umsturzplan gegen die Nationalsozialisten.

Ein weiterer Diskussionspunkt war die Auffassung des Politologen und Wagnerforschers Professor Dr. Bermbach aus dem ehemaligen Wohnhaus Houston Stewart Chamberlains in Bayreuth, das heute als Jean-Paul-Museum dient, ein Forschungsinstitut zu machen und dort über dessen antisemitische Rasseideologie und Verbindung zur Wagnerfamilie zu forschen.

Frau Dr. Distel mahnte vor der Macht der Symbolkraft und was ein solches Haus für Zeichen an die Gesellschaft ausstrahlen würde. Denkbar wäre, dass es zu einer Pilgerstätte werden würde, wie das unweit in Wunsiedel liegende Grab Rudolf Hess’, das zwar längst aufgelassen ist, aber nach wie vor Nazis zu Demonstrationen anzieht. Willy Buschak plädierte dafür, Chamberlain wenn schon, dann nur im Zusammenhang mit Wagner abzuhandeln. Im Bezug zum Erinnern an Wilhelm Leuschner in Bayreuth sei es notwendig auf den gewerkschaftlichen Widerstand mehr Stolz zu entwickeln und im steten Erinnern nicht nachzulassen. Auch Frau Distel sieht die Notwendigkeit Chamberlain innerhalb der Wagnerausstellung zu behandeln und ihm kein solitäres Erinnern zu geben.

In der Diskussion mit den Besuchern wurde mehrheitlich die Auffassung vertreten, dass die Kosten für ein Institut zur Erforschung der Chamberlain-Quellen in keinem Verhältnis zum finanziellen Aufwand stehen. Wolfgang Hasibether erinnerte an die ständigen Probleme die Erinnerungskultur in Bayreuth zu finanzieren. Die Quellen des Leuschner- Nachlasses im Archiv der Stiftung würden aufwendig digitalisiert und in der Bildungsarbeit im Rahmen der Leuschner-Gedenkstätte an die Besuchergruppen vermittelt. Dies sei klassische Gedenkstätten- und Museumsarbeit im Sinne des Themas der Bayreuther Gespräche: Sammeln, Forschen, Ausstellen und Vermitteln.

Im Anschluss an die Diskussion wurde, während eines Rundgangs, das im Keller des Wilhelm-Leuschner-Zentrums entstandene Archiv gezeigt. Es wurde in den nun fertig gestellten Räumen ein Ort geschaffen, an welchem der Nachlass Leuschners professionell aufbereitet zugänglich gemacht wurde. 

Für die musikalische Begleitung des Abends sorgten Herbert Schmid und Theresa Weidhas aus Weiden. Mit Gitarre, Querflöte und Gesang wurden die Besucher noch lange unterhalten.

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Wilhelm-Leuschner-Stiftung gedenkt der Widerstandskämpfer vom 20. Juli 1944 PDF Drucken E-Mail

Die Wilhelm-Leuschner-Stiftung hat am 71. Jahrestag des Umsturzversuchs am 20. Juli 1944 der Rolle des Widerstandskämpfers Wilhelm-Leuschner gedacht. Insbesondere die öffentliche Verdrängung des Anteils des gewerkschaftlichen Widerstandsnetzes, dessen Kopf Wilhelm Leuschner war, wurde bei der Veranstaltung am 20. Juli 2015 im Wilhelm-Leuschner-Zentrum gedacht. Die Rede des DGB-Vorsitzenden Reiner Hoffmann am gleichen Tag in Berlin, war dabei Gegenstand der Diskussion. Wir dokumentieren diese hier – download Rede
Zur Bedeutung des gewerkschaftlichen Widerstands dokumentieren wir ebenso die Aussagen von Prof. Dr. Siegfried Mielke in einem Gespräch mit Gemma Pörzgen vom Berliner Tagesspiegel am 20.07.2015  zur Bedeutung des 20. Juli 1944 in der deutschen Erinnerungskultur – download Interview

 
Harald Weinberg, MdB im Leuschner-Zentrum PDF Drucken E-Mail

Harald Winberg MdBBereits zum zweiten Mal war MdB Harald Weinberg, Linksfraktion im Deutschen Bundestag, zu Gast bei der Wilhelm-Leuschner-Stiftung. Anlässlich einer Aktion zur Verbesserung der Beschäftigungssituation im Gesundheitswesen besuchte er das neu eröffnete Leuschner-Zentrum. Im Rahmen der Sommertour informierte er sich über den aktuellen Stand des Archiv-Projekts, welches durch die Hans-Böckler-Stiftung gefördert wird und besichtigte die Archiv-Räume der Stiftung mit dem dort verwahrten Nachlass Leuschners. Selbst Mitglied des Fördervereins Leuschner-Zentrums versicherte er dem Stiftungsvorstand sich auch weiterhin für Spenden für die unverzichtbare Arbeit der Stiftung zur Wahrung des Vermächtnisses Leuschners einzusetzen.

 
Eröffnung des Wilhelm-Leuschner-Zentrums Bayreuth zum 125. Geburtstag von Wilhelm Leuschner PDF Drucken E-Mail

 

 Der 125. Geburtstag Wilhelm Leuschners am 15. Juni 2015 war für die Wilhelm-Leuschner-Stiftung der Anlass, an den Kämpfer für Demokratie und soziale Gerechtigkeit zu erinnern und dies mit der offiziellen Eröffnung des Wilhelm-Leuschner-Zentrums Bayreuth zu verbinden. Im vollbesetzten Zentrum würdigten die Landtagsvizepräsidentin Ulrike Gote, die Bayreuther Oberbürgermeisterin Brigitte Merk-Erbe und der Geschäftsführer des DGB Oberfranken, Mathias Eckardt, in ihren Grußworten die Verdienste Leuschners im Kampf für Freiheit und Menschenrechte gegen das NS-Regime. Vizepräsidentin Ulrike Gote hob vor allem das Erbe Leuschners für den Kampf gegen den heutigen Rechtsextremismus hervor und bezeichnete das Zentrum als wichtigen Meilenstein für die Bildungsarbeit in der heutigen Zeit gerade in Oberfranken, die insbesondere die Themen Migration, Toleranz und Demokratie zum Inhalt haben muss. Die Bayreuther Oberbürgermeisterin Merk-Erbe verwies auf die Notwendigkeit, das Erbe Leuschners wach zu halten und betonte die Zusammenarbeit zwischen Leuschner-Stiftung und Stadt Bayreuth, die sich in den letzten Jahrzehnten positiv entwickelt habe. Mathias Eckardt vom DGB Oberfranken betonte das notwendige Erinnern an das Vermächtnis Leuschners, der die Einheitsgewerkschaft begründete und die Einheit der Demokraten forderte.

 

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Internationaler Projekttag mit Schulgruppe aus La Spezia in der Gedenkstätte PDF Drucken E-Mail

Ital. Projekttag in der Leuschner Gedenkstätte

Die seit langen Jahren bestehende Tradition der internationalen Zusammenarbeit zwischen der Wilhelm-Leuschner-Stiftung und schulischen Einrichtungen in La Spezia wurde am 24. April 2015 erneut mit einem Projekttag in der Wilhelm-Leuschner-Gedenkstätte fortgesetzt. Rund 30 Teilnehmende wurden von dem wissenschaftlichen Leiter der WLS, Wolfgang Hasibether, mit Leben und Wirken Wilhelm Leuschners an einem Projekttag in der Gedenkstätte vertraut gemacht. Unter Leitung der italienischen Deutschlehrerin Silvia Segalla und der Italienischlehrerin aus La Spezia und der Italienischlehrerin am Bayreuther Richard-Wagner-Gymnasium  Anne-Kathrin Saathoff-Stark besuchte die Schulgruppe aus La Spezia die Gedenkstätte und wurde anhand von italienischen Texten der Stiftung mit der Biographie Wilhelm Leuschners bekannt gemacht. Im Mittelpunkt der Ausführungen stand insbesondere der 70. Jahrestag der Befreiung am 8. Mai 1945, der zum Ausgangspunkt für den Widerstand der deutschen Arbeiterbewegung gemacht wurde. In interessanten Diskussionen mit den Schülerinnen wurde die Tradition des deutschen Widerstands erläutert und von den Italienern mit Interesse aufgenommen.


 

 
Sanierung des Wilhelm Leuschner-Zentrums nach zwei Jahren abgeschlossen PDF Drucken E-Mail

Seit dem Einzug im Juli 2012 wurde das damals völlig herunter gekommene Anwesen für die Zwecke der Wilhelm-Leuschner-Stiftung umfassend saniert. In drei Bauabschnitten wurden zuerst die Außenanlagen und das Erdgeschoß für die Seminar- und Arbeitsräume sowie die Bibliothek des Archivs der Stiftung hergerichtet. Dieser erste Bauabschnitt wurde Anfang 2013 beendet und ermöglichte ein völlig neues Arbeitsumfeld für die seit 12 Jahren geleistete Stiftungsarbeit. In einem zweiten Schritt wurde die Dämmung des Hauses und die Dämmung des Untergeschoßes mit umfangreichen Erdarbeiten und Fassadenarbeiten zum Abschluss gebracht. Im Herbst 2013 war dieser Sanierungsabschnitt beendet. Seit Anfang 2014 wurde im dritten Sanierungsabschnitt das Untergeschoß des Zentrums vom Keller in einen Archivbereich umgewandelt. 

Die umfangreichen Arbeiten zur Beseitigung der Kellerfeuchte wurden mit neuen Böden, entsprechenden Außendämmungen und der Einrichtung der Räume Ende September 2014 zum Abschluss gebracht. Seit dem ist die auf über 200 qm angelegte Arbeit der Gedenkstättenpädagogik, der wissenschaftlichen Forschung und der Veröffentlichung des Nachlasses von Wilhelm Leuschner in vollem Gange. Das Archivgeschoß wird bis zum Sommer 2015 in einem vierten Abschnitt zu einem Archiv ausgestattet mit Ausstellungsräumen, die eine Veröffentlichung der Dokumente und Bilder des Leuschner-Nachlasses, die sich im Besitz der Stiftung befinden, ermöglichen.

 
Ausstellung im ver.di Bildungszentrum Brannenburg PDF Drucken E-Mail

Wilhelm Leuschner im Ersten Weltkrieg - Eröffnung am Antikriegstag 1. September 2014

Am Montag, 1. September 2014 wurde im ver.di-Bildungszentrum Brannenburg die Ausstellung mit Bildern von Wilhelm Leuschner aus dem Ersten Weltkrieg mit zahlreichen interessierten Seminarteilnehmern eröffnet. Hundert Jahre nach Beginn des Ersten Weltkriegs und 75 Jahre nach Beginn des Zweiten Weltkriegs wurde im gewerkschaftlichen Bildungszentrum Brannenburg an den Schrecken der Kriege erinnert und ein Zeichen für den Einsatz für eine friedliche Zukunft in Europa  gesetzt. Die Kriegserfahrungen Leuschners, dem ‚Vater der Einheitsgewerkschaft‘, wurden so genutzt gegen Krieg und Völkermord einzutreten und in der Bildungsarbeit für ein friedliches Zusammenleben der Völker Europas und in der Welt einzutreten.

Die Bilder aus dem Leuschner-Nachlass im Archiv der Stiftung werden zurzeit in einem Archivprojekt der Wilhelm-Leuschner-Stiftung, gefördert durch die Hans-Böckler-Stiftung, biographisch eingeordnet und digital für ein Internetportal aufbereitet.
Daneben werden Archivalien aus dem Nachlass sowohl im Leuschner-Zentrum Bayreuth wie an anderen Orten thematisch aufbereitet und in Ausstellungen der Öffentlichkeit vorgestellt. Es ist der Anspruch der Stiftung das digitale und das originale Leuschner-Archiv auch in traditioneller Form zu veröffentlichen und in der Bildungsarbeit zu präsentieren. Dazu dient auch die wissenschaftliche Zusammenarbeit mit dem Hessischen Staatsarchiv Darmstadt, mit dem die Stiftung u.a. einen Gedenkort an Leuschner und seine Mitstreiter im Widerstand gegen das Nazi-Regime bis Sommer 2015 im Kollegienhaus Darmstadt einrichtet.
Für die Ausstellung in Brannenburg wurden auf 12 DIN A 1-Schautafeln rund 50 Exponate aus den Weltkriegsbildern im Bayreuther Archiv ausgewählt und mit kommentierenden Texten und einem Begleitmaterial versehen. Sie sind bis Februar 2015 im Bildungszentrum für die Seminarteilnehmenden zu sehen und vermitteln einen Eindruck der Sichtweise Leuschners im Blick auf seine Kriegserfahrungen im Ersten Weltkrieg. Bilder von der Ostfront in Pinsk in Weißrussland 1917 und von der Westfront in Frankreich vor Verdun vermitteln Eindrücke vom subjektiven Empfinden des Kriegsgeschehens des zukünftigen Gewerkschaftsführers und Widerstands-kämpfers Leuschner, die sein Leben wesentlich geprägt haben.
Mit Hilfe der im Archiv in Darmstadt verwahrten Kriegsnotizen wird dieser Abschnitt seiner Biographie, der eine Zäsur seines bisherigen Lebens darstellte, für den Betrachter zugänglich.
In der Ausstellungseröffnung skizzierte der wissenschaftliche Leiter der Leuschner-Stiftung, Wolfgang Hasibether, seine Kriegseindrücke und verglich sie mit dem distanzierten Verhalten eines teilnehmenden Beobachters, wie etwa eines Kriegsreporters, der in Bild und Wort Gräuel des Krieges wahrnimmt um aus der Distanz und nüchterner Schilderung des Geschehens diese Schreckensbilder ertragen zu können. Im Anschluss an die Erläuterung der Bildtafeln wurde eine Einführung in Bilder des Krieges von Otto Dix und Max Beckmann durch die Kunsthistorikerin Ursula Leibinger-Hasibether gegeben, die Zeichnung von Dix und Beckmann in Beziehung zu Leuschners Kriegserfahrungen stellte. Allen drei sei gemeinsam, dass sie als Zeugen des Grauens, mit dem Mittel der Distanz und des Festhaltens in Wort und Bild, dieses zu ertragen suchten. Die Ausstellung wird von Seminarbesucher_innen aus ganz Deutschland bei den Kursen im Bildungszentrum zugänglich und in der Bildungsarbeit des nächsten halben Jahres eingesetzt.

Hier finden Sie den Begleittext zur Ausstellung!

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